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Entwicklung Neuer Audi-Innovationscampus in Ingolstadt

Redakteur: Maximiliane Reichhardt

Audi investiert gemeinsam mit der Stadt Ingolstadt in einen Innovationscampus. Der Technologiepark soll auf dem Gelände einer ehemaligen Erdölraffinerie entstehen.

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In Ingolstadt soll auf dem Gelände einer ehemaligen Erdöl-Raffinerie ein Innovationscampus entstehen.
In Ingolstadt soll auf dem Gelände einer ehemaligen Erdöl-Raffinerie ein Innovationscampus entstehen.
(Bild: Audi)

Audi hat mit der Stadt Ingolstadt das Joint Venture „IN-Campus GmbH“ gegründet. Gemeinsam wollen sie das Gelände einer ehemaligen Erdölraffinerie in Ingolstadt sanieren und dort in den Technologiepark IN-Campus investieren.

Bebauung läuft bereits


Die Bebauung des 75 Hektar umfassenden ehemaligen Raffineriegeländes im Osten von Ingolstadt läuft bereits. 60 Hektar des Geländes sollen künftig als Gewerbe- und Industriegebiet genutzt werden, 15 Hektar sollen für Natur und Landschaft renaturiert werden. Der IN-Campus liegt nahe am Audi-Stammwerk und unmittelbar an der Autobahn A9, die als digitales Testfeld für die Entwicklung des autonomen Fahrens dient. Die Autobahnzufahrt Ingolstadt-Süd bekomme eine direkte Anbindung an den IN-Campus.

Drei Bauabschnitte sind geplant

Die Hochbauten des Bauabschnitts 1 – drei Bauabschnitte sind insgesamt geplant – sollen 2023 abgeschlossen sein. Für den IN-Campus werden laut Audi keine zusätzlichen Flächen versiegelt – im Gegenteil: Eine kontaminierte Industriebrache werde zu neuem Leben erweckt. Das sogenannte Projekthaus ist bereits im Bau: ein großer Komplex aus vier Gebäuden mit 42.000 Quadratmetern Büro- und Werkstattfläche. Ab Ende 2020 sollen in dieser Ideenfabrik etwa 1.400 Entwickler von Audi und Partnerfirmen an Technologieprojekten arbeiten. Parallel zum Bau des Projekthauses laufen aktuell Infrastrukturarbeiten für den Bauabschnitt 1.

Weitere Hochbauten sollen den Bauabschnitt komplettieren: ein Fahrzeug-Sicherheitszentrum mit einer Crash-Arena, ein Rechenzentrum, ein Funktionsgebäude samt Feuerwache sowie eine Energiezentrale.

Das Gelände

Der ehemalige Raffineriestandort war 43 Jahre in Betrieb. Im Jahr 2015 erwarb die IN-Campus GmbH den größten Teil der Fläche. Die erforderliche Reinigung von Boden und Grundwasser begann im Herbst 2016, Ende 2022 sollen die Sanierungsarbeiten überwiegend abgeschlossen sein. Die Abstromsicherung, die verhindert, dass kontaminiertes Grundwasser ungefiltert abläuft, wird voraussichtlich bis 2028 aktiv sein. Das aufwändige Sanierungsprojekt auf dem IN-Campus Gelände ist eines der größten in Deutschland und ein bislang einzigartiges Umweltprojekt in Bayern.

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