Wichtigster Kritikpunkt beim aktuellen Grandland – vor allem bei Familien – war: mangelnde Größe und Variabilität. Die Produktverantwortlichen haben sich das offenbar zu Herzen genommen.
Der Wortmarke am Heck des neuen Grandland ist beleuchtet.
(Bild: Opel)
„Wir haben mit dem neuen Grandland eine Perspektive für eine sehr gute Auslastung in den nächsten Jahren“, sagte Opel-Chef Florian Huettl bei der Vorstellung der ersten Vorserien-Modelle am Dienstag (23.4.) im Opel-Werk Eisenach. Die Serienproduktion soll ab dem zweiten Halbjahr anlaufen. Künftig soll der Grandland als Elektro- und Hybridvariante auf einer gemeinsamen Fertigungslinie laufen.
Die Fertigung eines Autos in Deutschland sei mit Kostenherausforderungen verbunden, sagte Huettl weiter. „Es ist natürlich leichter, in einem höhersegmentigen Auto wie dem Grandland die Kosten zu verkraften. Im Kleinwagensegment ist das aufgrund der Wettbewerbslage schon wesentlich schwieriger.“
Kleinwagenproduktion in Deutschland: „heute nicht mehr denkbar“
Die Produktion eines Kleinwagens wie dem Corsa in Deutschland sei „heute nicht mehr denkbar“. Dieser wird mittlerweile in Spanien produziert. In dem 1992 eröffneten Eisenacher Werk war früher unter anderem der Corsa gebaut worden, bevor 2019 der Schwenk auf die erste Generation des Grandland kam. Im vergangenen Jahr lief der laut Werksleiter Jörg Escher etwa 62.000 Mal vom Band.
Die Mitarbeiterzahl in Eisenach war in den vergangenen Jahren sukzessive gesunken: Im Jahr 2014 sprach das Unternehmen noch von 1.600 Beschäftigten, vergangenes Jahr von 1.200 und aktuell von 1.100. Im Februar noch hatte es in dem Werk Kurzarbeit gegeben, weil die Nachfrage nach dem derzeit dort gefertigten Grandland-Modell im Zuge des Produktwechsels zurückging. Das soll mit dem neuen Modell passé sein.
Thüringer Zulieferer zeigen sich enttäuscht
Aus Sicht des Geschäftsführers des Branchennetzwerks Automotive Thüringen, Rico Chmelik, hat das Eisenacher Opel-Werk zwar Strahlkraft für die Region. Die Einführung des neuen Modells sichere das Werk für mindestens zehn Jahre ab. Für die Thüringer Zulieferer sei das Werk in Eisenach aber weitgehend unbedeutend. Erwartungen an eine neue, lokale Lieferantenstruktur seien nicht erfüllt worden.
So sollen etwa die Batteriezellen für den neuen Grandland künftig nicht etwa aus der großen CATL-Fabrik am Erfurter Kreuz kommen, sondern von einer der Gigafabriken des Zell-Herstellers ACC, an dem Stellantis (und Mercedes) beteiligt ist. Konkret aus Kaiserslautern, so der Eisenacher Werksleiter Escher.
Wenn im Herbst die zweite Generation des Grandland zu den deutschen Opel-Händlern rollt, zeigt sich das Flaggschiff der Marke in ungewohnten Abmessungen. Der Grandland ist um über 17 Zentimeter gewachsen, auf nun 4,65 Meter. Das Modell ist damit nahezu eine Klasse höher positioniert und steht deutlich wuchtiger und aufrechter auf seinen Rädern. Die schlanken Proportionen seines Vorgängers sind ihm fremd. Unübersehbar: Hier ging Nutzwert vor Design.
Sofort erkennbar ist der Grandland Nummer zwei an der 3D-Vizor-Front und dem erstmals beleuchteten Opel-Blitz. Das Gesicht soll den Beginn eines neuen Marken-Designs einleiten. Debüt feierte die komplett unter Glas gehaltene 3D-Vizor-Front im vorigen Jahr bei der Studie „Experimental“. Auch am Heck strahlt es innovativ in Form des beleuchteten Opel-Schriftzugs.
Leistungsstarker Akku
Der neue Grandland ist der erste Opel, der auf der vorwiegend für Elektroautos entwickelten Stellantis-Plattform STLA Medium steht. Sie gilt als die derzeit fortschrittlichste und effizienteste im Volumensegment. Mit der größten Batterie (98 kWh) soll eine Reichweite bis zu 700 Kilometer möglich sein. Zudem verspricht Opel, dass der Akku in deutlich unter 30 Minuten auf 80 Prozent geladen werden kann. Möglich sind bis zu 160 kW Ladeleistung.
Mit weiteren technischen Daten hält man sich in der Zentrale noch bedeckt. Fündig wird man allerdings bei der Schwestermarke Peugeot. Denn der E-3008 steht auf der gleichen Plattform, hat als Einstiegsversion 157 kW Leistung, Vorderradantrieb und eine 73 kWh große Batterie. Mit ihr sollen gut 520 Kilometer möglich sein. Auch eine sportliche Allradversion wird Opel wohl analog zu Peugeot anbieten. Der E-3008 mit Dual-Motor kommt auf stramme 320 PS, was für reichlich Fahrspaß sorgen dürfte.
Wer mit rein-elektrischem Antrieb noch nichts am Hut hat, kann den neuen Grandland auch als 48-Volt-Mildhybrid oder als Plug-in-Hybrid bekommen. Für Letzteren wird eine elektrische Reichweite von 85 Kilometer angegeben. Im Mildhybrid steckt ein 1,2-Liter-Turbobenziner mit einer Leistung von 100 kW/136 PS. 21 kW steuert der Elektromotor bei.
Stand: 08.12.2025
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Jetzt mit Head-up-Display
Das Cockpit umfasst einen großen (16 Zoll) und flachen Bildschirm auf der Center-Konsole sowie ein Zehn-Zoll-Fahrer-Infodisplay hinter dem Lenkrad. Erstmals gibt es ein Head-up-Display. Infotainment-Software und Konnektivität sind „over the air“ update-fähig.
Auch Chat GPT ist eingebunden. Doch trotz aller Touch- und Sprachbedienung hält Opel glücklicherweise an einigen Schaltern und Tastern fest, beispielsweise für die Klimatisierung und Lautstärkeregelung.
Für Entspannung besonders auf längeren Fahrten sollen die neu entwickelten Vordersitze sorgen. Sie haben nicht nur eine Massage- und Belüftungsfunktion, sondern in der Mitte der Sitzfläche auch eine schmale Vertiefung, die das Steißbein entlasten soll.
Höhenverstellbarer Ladeboden
Hinten stehen Mitfahrern zwei Zentimeter mehr Kniefreiheit zur Verfügung. Die Rücksitzlehnen lassen sich im Verhältnis 40:20:40 teilen. Der Kofferraum fasst 550 Liter bei aufgestellten Lehnen. Umgelegt sind es über 1.600 Liter. Der Ladeboden ist in der Höhe verstellbar.
Insgesamt hat Opel mit dem neuen Grandland ein praktisches und innovatives SUV auf die Räder gestellt. Das zeigen nicht nur die modernen Antriebe und das ganze Bündel an elektronischen Assistenzsystemen, sondern auch das sogenannte Intelli-Lux-Pixel-HD-Licht sowie Stoffe und Oberflächen im Innenraum, die allesamt aus recycelten PET-Kunststoffen bestehen.
Preise? Wohl um 40.000 Euro
Die Preise für den neuen Grandland will Opel noch nicht nennen. Auszugehen aber ist von etwa 38.000 Euro für den Mildhybrid. Die Plug-in-Hybrid-Version sowie der vollelektrische Grandland dürften bei rund 45.000 Euro starten.