Chinesischer Elektroautobauer Nio bringt Modelle und Batterietauschstationen nach Europa

Autor: Andreas Wehner

Der chinesische Elektroautobauer bringt zunächst ein SUV und später eine Limousine nach Norwegen. Nio setzt auf Tauschbatterien, um schnell Energie nachzufassen.

Firmen zum Thema

Nio bietet die Möglichkeit, in speziellen Stationen innerhalb von drei Minuten die Fahrzeugbatterie zu tauschen.
Nio bietet die Möglichkeit, in speziellen Stationen innerhalb von drei Minuten die Fahrzeugbatterie zu tauschen.
(Bild: Nio)

Der chinesische Elektroautobauer Nio startet in Europa. Ab September will das Start-up sein Flaggschiff-SUV ES8 in Norwegen verkaufen, 2022 soll die Limousine ET7 folgen. Das verkündete Marius Hayler, Geschäftsführer von Nio Norwegen am Donnerstag (6. Mai) auf einer Online-Pressekonferenz.

In Europa kennt den chinesischen Hersteller kaum jemand, an den Börsen gehört das Unternehmen jedoch zu den zehn wertvollsten OEMs der Welt – noch vor Ferarri oder Stellantis. In der norwegischen Hauptstadt Oslo will der Autohersteller das erste „Nio-House“ eröffnen, einen repräsentativen Standort mitten im Zentrum. Das Nio-House soll mehr Wohnzimmer als Showroom sein soll – mit Gastronomie, Kinderspiel, aber auch Konferenzräumen- Autos kaufen können soll man dort zwar auch – das sollen die Kunden nach dem Willen von Nio vor allem auch online tun. Vier weitere, kleinere Standorte, so genannte „Nio-Spaces“ sollen 2022 in anderen Städten hinzukommen.

Bildergalerie
Bildergalerie mit 6 Bildern

Der Nio ES8 kommt mir einer 100 kWh-Batterie, die eine Reichweite von 500 Kilometern nach WLTP ermöglichen soll. In 4,9 Sekunden schafft es das SUV aus dem Stand auf Tempo 100. Weitere technische Daten der europäischen Version des ES8 verrät Nio bislang nicht. Das Auto ist ab Juli bestellbar, die ersten Kunden sollen es im September geliefert bekommen. 2022 wollen die Chinesen dann die Limousine ET7 mit autonomen Fahrfunktionen nachlegen.

Batterie in drei Minuten getauscht

Ein Alleinstellungsmerkmal von Nio – zumindest in Europa: Das Unternehmen will seine so genannte „Power-Swap-Technologie“ mitbringen. Sie ermöglicht es, in speziellen Stationen die Fahrzeugbatterie innerhalb von drei Minuten automatisch auszutauschen. In China bieten verschiedene Hersteller solche Systeme an.

Die ersten vier Stationen will Nio noch 2021 in der Region Oslo in Betrieb nehmen. Weitere sollen 2022 rund um die fünf wichtigsten norwegischen Städte und an den verkehrsreichsten Routen entstehen. Zusätzlich plant Nio ein eigenes Supercharger-Netzwerk und bietet Wallboxen für das Laden zuhause an.

(ID:47390882)

Über den Autor

 Andreas Wehner

Andreas Wehner

Redakteur Newsdesk Automotive