Autohersteller Opel beendet Produktion des Insignia in Rüsselsheim vorzeitig

Quelle: jr/dpa

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Bis Stellantis seiner deutschen Tochter in zwei oder drei Jahren wieder ein prestigeträchtigeres Modell zuweist, wird bald der Grandland das Spitzenprodukt von Opel sein. Denn das Stammwerk soll die Insignia-Kapazitäten so schnell wie möglich für den Astra freimachen.

Der Opel Insignia basiert noch auf der Plattform „Epsilon 2“. Der Hersteller nimmt das Modell früher aus dem Programm als geplant.
Der Opel Insignia basiert noch auf der Plattform „Epsilon 2“. Der Hersteller nimmt das Modell früher aus dem Programm als geplant.
(Bild: Opel )

Opel stellt noch in diesem Jahr die Produktion seines D-Segment-Topmodells Insignia im Stammwerk Rüsselsheim ein. Entsprechende Informationen bestätigte am Freitag ein Sprecher des Opel-Mutterkonzerns Stellantis. Der noch unter General Motors entwickelte Mittelklassewagen wird seit 2017 ausschließlich mit Verbrennermotoren ausgeliefert und findet nun ein vorzeitiges Ende.

Das Werk Rüsselsheim soll nun mit der Produktion des Astra-L-Fließhecks und -Kombis sowie seines Schwestermodells DS4 voll ausgelastet werden.

Noch nichts Konkretes zum Nachfolger

Dazu erklärte der Sprecher: „Die Einstellung des Insignia mit seiner nicht-elektrifizierbaren Plattform begünstigt das schnellere Hochfahren der Astra-Produktion.“ Ein Nachfolgemodell für den Insignia hat die Stellantis-Tochter noch nicht vorgestellt. Das Unternehmen hatte aber angekündigt, dass ab 2024 in sämtlichen Baureihen elektrische Varianten angeboten werden sollen. Das war bislang als Enddatum für den Insignia interpretiert worden.

Erwartet wurde als Nachfolger des Insignia B bislang ein E-Segment-Crossover auf der neuen BEV-Konzernplattformvariante STLA-Large.

Im ersten Halbjahr dieses Jahres waren vom Insignia nur noch knapp 3.700 Einheiten in Deutschland neu zugelassen worden – im Vorjahreszeitraum waren es noch 5.600 gewesen. Vor der Pandemie hatte die zweite Generation das Opel-Flaggschiffs in der Spitze ein jährliches Volumen von rund 25.000 Einheiten erreicht. Der Insignia A war in seinem ersten vollen Verkaufsjahr 2009 hierzulande über 36.000 Mal verkauft worden.

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