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Motorsport Engineering Opel setzt Entwicklung des Astra-TCR fort

| Autor/ Redakteur: Wolfgang Sievernich / Wolfgang Sievernich

Opel Motorsport-Direktor Jörg Schrott erklärt die Hintergründe für die verzögerte Auslieferung und die künftigen Absatzziele.

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Nach dem ersten Testeinsatz des Astra TCR in Bahrain testet die Motorsportabteilung den Tourenwagen weiter. Die ersten regulären Auslieferungen werden zu Mitte der Saison erwartet.
Nach dem ersten Testeinsatz des Astra TCR in Bahrain testet die Motorsportabteilung den Tourenwagen weiter. Die ersten regulären Auslieferungen werden zu Mitte der Saison erwartet.
(Foto: Opel)

Der für die Saison 2016 angekündigte Opel Astra TCR-Tourenwagen wurde nach seinem ersten Einsatz in Bahrain wieder in die Entwicklung eingegliedert. Der Kundensport-Renner für die internationale Touring Car Racer Series (TCR) wird einem weiteren Testprogramm der Motorsportabteilung unterzogen und erst später in diesem Jahr ausgeliefert.

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Einen genauen Auslieferungstermin gibt es noch nicht. „Der Testeinsatz im Wüstenklima von Bahrain hat wertvolle Erkenntnisse geliefert, unter anderem auch zu temperatursensiblen Parametern wie Motorthermik und Bremsenkühlung. Diese Erkenntnisse fließen natürlich in die weitere Entwicklung ein. Einen definitiven Zeitpunkt für den Beginn der Fahrzeug-Auslieferung an die Kundenteams gibt es nicht“, erklärt Opel Motorsport-Direktor Jörg Schrott.

Wettbewerb wie auf der Straße

Auch wenn der Kundensport nicht spezifisch die Wettbewerbsverhältnisse auf der Straße wiederspiegeln muss, findet Opel auf internationaler Bühne mit dem VW Golf, Seat Leon, Honda Civic, Peugeot 308, Alfa Giulietta und Subaru Impreza doch genau seine Kontrahenten im Kampf um Marktanteile. Während bei Opel, Volkswagen, Seat und Peugeot die entsprechenden eigenen Motorsportabteilungen für die Entwicklung der Fahrzeuge zuständig sind, kommt der Honda vom langjährigen Kundensportpartner JAS Motorsport aus Italien. Ebenfalls aus Italien kommt der einzige Alfa (Romeo Ferraris) und der verbliebene Subaru (Top Run Motorsport). „Wir freuen uns über das Interesse zahlreicher Hersteller und den zu erwartenden harten Wettbewerb. Wir halten die TCR-Serie für die ideale Bühne, um die dynamischen Qualitäten des neuen Astra im direkten Konkurrenzumfeld darstellen zu können“, so Schrott.

Langfristig ausgerichtet

Bis einschließlich der Saison 2017 plant die Opel-Motorsportabteilung 30 Kundensportfahrzeuge des Astra TCR abzusetzen. Neben der internationalen Serie gibt es mittlerweile auch zahlreiche nationale TCR-Serien in Asien, den Benelux-Staaten, Italien, Portugal, Russland, Spanien, Thailand und nicht zuletzt Deutschland. Die Kundensportfahrzeuge werden alle um die 100.000 Euro-Marke angeboten; der Astra kostet rennfertig 95.000 Euro zuzüglich Mehrwertsteuer.

Schrott hat das Projekt langfristig ausgerichtet: „Das TCR-Programm unterliegt gegenwärtig keinem Zeitrahmen.“ Teams die bereits angekündigt haben noch in diesem Jahr auf den Astra TCR wechseln zu wollen, werden von Opel sicherlich Wettbewerbsfähigkeit erwarten, was den Druck auf die Entwickler noch erhöhen dürfte. Die Benchmark im Feld der internationalen Serie wird aktuell von Seat, Honda und Volkswagen gelegt.

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