Effizienz in der Produktion Physical AI steigert die Produktivität der Zulieferer

Ein Gastbeitrag von Christian Grimmelt, Steffen Hage, Fritz Metzger, Björn Simon, Peter Trögel, Timotheus Wittek* 6 min Lesedauer

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Effizienter fertigen reicht nicht mehr, um international zu bestehen. Der Trend heißt Physical AI – und ändert einiges in der Produktion.

Im BMW-Werk München übernehmen mobile Roboter rund 60 Prozent aller Versorgungsaufgaben bei einem täglichen Materialvolumen von rund 2,5 Millionen Teilen.(Bild:  Rainer Haeckl)
Im BMW-Werk München übernehmen mobile Roboter rund 60 Prozent aller Versorgungsaufgaben bei einem täglichen Materialvolumen von rund 2,5 Millionen Teilen.
(Bild: Rainer Haeckl)

Europas Zulieferindustrie kämpft längst nicht mehr mit einer konjunkturellen Delle, sondern mit einem strukturellen Bruch. Während die Fahrzeugproduktion in der EU deutlich unter dem Vorkrisenniveau verharrt und Arbeitsplätze in fünfstelliger Zahl abgebaut werden, ziehen die USA bei privaten KI-Investitionen davon und zementiert China seine Vormachtstellung in der Industrierobotik. Klassische Effizienzprogramme reichen in dieser Lage nicht mehr aus. Wer als europäischer Zulieferer wettbewerbsfähig bleiben will, muss Produktion neu denken und Physical AI ist dafür der entscheidende Hebel.

Die Zahlen lassen wenig Interpretationsspielraum. Die EU-Fahrzeugproduktion liegt rund 20 Prozent unter dem Niveau von 2019 – ein Fehlvolumen von 3,1 Millionen Einheiten. Allein in den Jahren 2024 und 2025 hat die Branche 104.000 Arbeitsplätze abgebaut, während nur 7.000 neue entstanden sind. Jeder vierte Zulieferer rechnet für 2026 mit einem Verlust (CLEPA Pulse Check 2026).