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Zulieferer Preh: Christoph Hummel übernimmt die Führung von Dr. Michael Roesnick

| Redakteur: Wolfgang Sievernich

Ab dem 1. Januar übernimmt der bisherige Vertriebs-Geschäftsführer Christoph Hummel den Vorsitz der Geschäftsführung der Preh GmbH. Dr. Michael Roesnick wechselt in den Aufsichtsrat.

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Ab dem 1. Januar 2016 übernimmt Christoph Hummel (li.) von Dr. Michael Roesnick (re.) den Vorsitz der Geschäftsführung der Preh GmbH. Roesnick wird Aufsichtsratsvorsitzender und geht in den Ruhestand. Jakob Preh (Bild im Hintergrund) gründete das Unternehmen im Jahr 1919.
Ab dem 1. Januar 2016 übernimmt Christoph Hummel (li.) von Dr. Michael Roesnick (re.) den Vorsitz der Geschäftsführung der Preh GmbH. Roesnick wird Aufsichtsratsvorsitzender und geht in den Ruhestand. Jakob Preh (Bild im Hintergrund) gründete das Unternehmen im Jahr 1919.
(Foto: Wolfgang Sievernich)

Bei der Preh GmbH wird der Vorsitzende der Geschäftsführung, Dr. Michael Roesnick (61), zum Jahresende in den Ruhestand gehen. Sein Nachfolger wird Christoph Hummel (49), der bereits seit 2008 Mitglied der Geschäftsführung des Automobilzulieferers und Automationsspezialisten ist. Dr. Roesnick wird sich aber nicht vollständig aus dem Unternehmen verabschieden, das er 16 Jahre lang leitete, sondern ab Mai 2016 in den Aufsichtsrat wechseln und dessen Vorsitz übernehmen. Hummel behält neben dem Vorsitz auch die Verantwortung für die Bereiche Vertrieb/Marketing, Projektmanagement, E-Mobility, Preh IMA Automation und Qualität. Weiterhin bleiben Dr. Ernst-Rudolf Bauer (59), Zhengxin „Charlie“ Cai (43) und Jochen Ehrenberg (48) in der Geschäftsführung bestehen.

Kometenhafter Aufstieg zum Global Player

Dr. Roesnick hat den Aufbau des Unternehmens vom Komponentenlieferanten zum Global Player federführend verantwortet. Im Jahr 1999, als Roesnick den Vorsitz der Geschäftsführung übernahm, machte Preh einen Umsatz von rund 172 Millionen Euro. Innerhalb von zehn Jahren steigerte Roesnick diesen mit seinem Team auf 611 Millionen Euro. Seine Konzentration auf das Automotive-Geschäft und die konsequente Internationalisierung werden heute als die wichtigsten Meilensteine seiner Karriere gewertet. Das exponentielle Wachstum soll auch unter dem neuen Chef Christoph Hummel in den kommenden Jahren weitergeführt werden. „Wir haben mit der Neuausrichtung der Geschäftsfelder die Basis für Car HMI, E-Mobility, Commercial Vehicle und der erweiterten Preh IMA Automation geschaffen. Es stehen umfassende Änderungen an: Die E-Mobility, autonomes Fahren und zunehmend Displays anstelle herkömmlicher Bedienfelder sind alles Bereiche, die uns direkt oder indirekt betreffen und ich denke, dass wir gut ausgerichtet sind“, so Hummel mit Blick auf die nächsten Jahre.

Zukunft mit Joyson

Dass dem Automobilzulieferer mit Stammsitz in Bad Neustadt vor der Zukunft nicht bange sein muss, dafür sorgen die weltweit agierenden 4.500 Mitarbeiter und die Muttergesellschaft Joyson Electronics. Der chinesische Investor übernahm Preh im Jahr 2011 und hat bis heute maßgeblichen Einfluss auf Investitionen und den Ausbau der Infrastruktur als auch der Mitarbeiterzahl gehabt. Zum Lebenswerk des gebürtigen Hamburgers Roesnick erklärte Jeff Wang, Gründer und Mehrheitsgesellschafter von Joyson: „Ohne jede Übertreibung kann man Michael Roesnick als „Mr. Preh“ bezeichnen. Er hat Preh in den letzten zwei Jahrzehnten wie kein anderer geprägt. Trotz konsequenter Internationalisierung und dynamischem Wachstumskurs hat er sowohl die gewachsene Unternehmenskultur bewahrt als auch die einzigartige Innovationskraft von Preh stetig weiterentwickelt. Dies macht die besondere Stärke von Preh aus, und dafür gilt ihm mein ganz herzlicher Dank. Ich war schon bei unseren ersten Gesprächen von seinen Führungsqualitäten und von der Qualität seines Managementteams beeindruckt. Dies war ein ganz wesentlicher Faktor für unseren Einstieg bei Preh. Daher bin ich auch sehr froh, dass wir mit Christoph Hummel einen Nachfolger bestimmt haben, der bei Preh in die Verantwortung hineingewachsen ist und der das Unternehmen sowohl mit dem nötigen Maß an Kontinuität als auch mit einer eigenen Handschrift weiterentwickeln wird. Ich weiß Preh bei Christoph Hummel in den besten Händen.“

Langjährige Erfahrung im Unternehmen

Hummel hat Wirtschaftsingenieurwesen an der Fachhochschule Würzburg-Schweinfurt studiert und ein Executive MBA Program in Evanston/IL (USA) und Koblenz absolviert. Der gebürtige Würzburger startete seine berufliche Karriere von 1993 bis 1998 als Vertriebsingenieur im damaligen Geschäftsbereich „Kfz-Technik“ der Preh-Werke in Bad Neustadt. Nach Stationen bei der Plastic Omnium GmbH, Karben, und als Key Account Manager bei Visteon Automotive Systems in Köln und Stuttgart, kehrte Hummel im Jahr 2000 zu Preh zurück. Als Prokurist und Leiter Vertrieb/Produktmanagement übernahm er zeitweilig in Personalunion auch die Funktion des President & CEO von Preh in Novi/MI (USA) und zeichnete maßgeblich für den Aufbau des Nordamerika-Geschäfts von Preh verantwortlich. Seit Anfang 2008 ist er Geschäftsführer für Vertrieb, Marketing und Projektmanagement bei der Preh GmbH.

Gesteigertes Wachstum erwartet

„Ich wünsche mir für das Unternehmen, dass es so erfolgreich weiter geht wie bisher. Wir haben ein sehr schönes Ziel vor Augen: 2019 – 100 Jahre Preh. Dafür wünsche ich mir, dass wir so gut dastehen wie heute“, erklärt der kommende CEO abschliessend und lässt erwarten, dass das Unternehmen bis dahin weiterhin kräftig an der Umsatzschraube drehen wird.

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