Renault initiierte vor zwei Jahren das Gründerprogramm „Software République“. In Paris feierte nun ein Konzeptauto seine Weltpremiere, das 20 Ideen der Start-ups umsetzt.
Die ersten Projekte sind mittlerweile abgeschlossen. Darunter eine Software des Start-ups Parcoor, die Cyberattacken erkennt. Die Funktion soll ab 2025 in Fahrzeugen von Renault zum Einsatz kommen. Zur Electronica 2022 präsentierte die Gruppe eine Wallbox, die bidirektional Laden kann. Sie soll von der Renault-Mobilitätsmarke „Mobilize“ vertrieben werden.
Nachdem nun zwei Gruppen das Gründerprogramm der Software République durchlaufen haben, hat Renault mehrere Ideen daraus in einem Konzeptfahrzeug umgesetzt. Der „H1st vision“ („Human First vision“) wurde kürzlich auf der Messe Viva Technology in Paris vorgestellt.
Der Demonstrator zeigt 20 Produkte, die den Menschen in den Mittelpunkt stellen sollen. Wie Renault mitteilt, sind sie voll funktionsfähig. So soll das Fahrzeug Körperhaltung und Gesicht erfassen, sobald sich eine Person der Fahrertür nähert. Wird der Nutzer, der oder die zuvor ein entsprechendes Profil angelegt hat, erkannt, werden die Türen entriegelt. Zusätzlich bewegt sich der Fahrer- oder Beifahrersitz automatisch in die richtige Position. Die Daten des Profils sollen verschlüsselt in den Fahrzeugsystemen abgelegt werden.
Herzschlag und Atemfrequenz überwacht
Im Innenraum des H1st vision angekommen, können die Fahrgäste den Klang eines immersiven Audiosystems mit 16 Lautsprechern genießen. Es wurde gemeinsam mit dem Musiker und Musikproduzenten Jean-Michel Jarre entwickelt – er gilt als ein Wegbereiter der elektronischen Musik. Das Audiosystem hüllt den Benutzer in einen Soundkokon und sorgt mit einem neuartigen Mikrofon für ein räumliches Klangerlebnis. Um zu vermeiden, dass der Fahrer dabei ein näher kommendes Einsatzfahrzeug überhört, warnt einer der beiden Hochtöner (in der Kopfstütze) den Fahrer akustisch.
Die Insassenüberwachung des Konzeptfahrzeugs erfasst nicht nur Müdigkeit und Körperhaltung sondern auch den körperlichen Zustand des Fahrers. Sensoren im Lenkrad kontrollieren den Herzschlag und ein weiterer Sensor im Sicherheitsgurt analysiert die Atemfrequenz. Das System vergleicht die Daten mit dem „üblichen“ Profil des Fahrzeuglenkers und informiert diesen über seinen Gesundheitszustand. Eine Kamera im Fahrzeug und das Mikrofon unter dem Rückspiegel sollen die Stimmung des Fahrers erkennen, indem sie seine Stimme und Mimik analysieren. Stellt die Technik fest, dass der Fahrer gereizt oder gestresst ist, schlägt sie ihm eine Atemübung vor.
Auch der Verschleiß wichtiger Fahrzeugkomponenten wie der Batterie oder der Reifen werde permanent überwacht. Der H1st vision soll darüber hinaus ein fälschungssicheres „Fahrzeug-Gesundheitszertifikat“ erstellen können. Neben Angaben zum Zustand wichtiger Komponenten enthalte es Informationen zur Anzahl der Besitzer und Inspektionen sowie Bescheinigungen der Werkstätten, die die Wartung vorgenommen haben. Die Leistungselektronik des E-Antriebs arbeitet mit Halbleitern aus Siliziumkarbid; sie soll in der nächsten Modellgeneration des OEMs eingesetzt werden.
Ferner gibt es für den H1st vision einen virtuellen Zwilling. Er kann mit der Infrastruktur, öffentlichen Diensten und Nutzern verschiedener Kategorien kommunizieren. Auf diese Weise will Renault unterschiedliche Anwendungsfälle modellieren, visualisieren und simulieren. Der Datenaustausch steht im Mittelpunkt des Konzepts. Die Softwareplattform des Fahrzeugs sammelt, teilt und analysiert Informationen aus dem Stadt- und Straßennetz, von anderen Fahrzeugen und Verkehrsteilnehmern sowie Wetterdaten etc. Die Assistenzsysteme sind in der Lage, Gefahren wie Unfälle oder Glatteis vorauszusehen und warnen den Fahrer in Echtzeit über ein Display in der Instrumententafel.
Stand: 08.12.2025
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