Klimaneutrale Lieferkette Schaeffler kauft grünen Stahl aus Schweden

Redakteur: Sandro Kipar

Ab 2025 will der Automobil- und Industriezulieferer jährlich 100.000 Tonnen Stahl von einem schwedischen Start-up beziehen. Der Stahl wird mit Wasserstoff produziert.

Firmen zum Thema

Ab 2025 wird Schaeffler jährlich 100.000 Tonnen des nahezu CO2-freien, mit Wasserstoff produzierten Stahls beziehen.
Ab 2025 wird Schaeffler jährlich 100.000 Tonnen des nahezu CO2-freien, mit Wasserstoff produzierten Stahls beziehen.
(Bild: Schaeffler)

Bis 2040 will das Unternehmen Schaeffler seine Lieferketten klimaneutral gestalten. Ein erster Schritt soll nun laut einer Mitteilung des Unternehmens im Jahr 2025 erfolgen. Der Automobilzulieferer hat mit dem schwedischen Start-up H2 Greensteel (H2GS) vereinbart, jährlich 100.000 Tonnen des mit Wasserstoff produzierten Bandstahls zu beziehen. Schaeffler sei damit der erste Tier-1-Zulieferer, der Kunde des schwedischen Jungunternehmens sein wird.

Wasserstoff statt Kokskohle

Der in Schweden hergestellte Stahl benötigt keine fossilen Brennstoffe, heißt es weiter. Stattdessen nutzt H2GS das Verfahren der Direktreduktion, bei dem aus erneuerbaren Energien produzierter Wasserstoff statt Kokskohle zum Einsatz kommt. So lassen sich laut dem Unternehmen 95 Prozent der bei bisherigen Verfahren entstehenden CO2-Emissionen einsparen. Gründer und größter Anteilseigner von H2GS ist die Vargas Holding, Mitbegründer und einer der größten Shareholder des schwedischen Batteriezellen-Herstellers Northvolt.

Schaeffler will mit der Abnahmevereinbarung seinen jährlichen CO2-Ausstoß um 200.000 Tonnen reduzieren. „Der Einsatz von grünem Wasserstoff zur Direktreduktion von Eisenerz ist eine entscheidende Komponente, Stahl in Zukunft sauber und nachhaltig zu machen. Wasserstoff ist für Schaeffler ein wichtiges Technologie- und Wachstumsfeld“, sagt Klaus Rosenfeld, Vorsitzender des Vorstands der Schaeffler AG.

(ID:47784190)