Transformation Schaeffler verkauft Geschäft mit Antriebsketten

Autor / Redakteur: dpa / Nick Luhmann

Auch der Zulieferer befindet sich in einem Prozess, der weg vom Verbrenner und hin zu alternativen Antrieben geht. Unter anderem wird der Bereich für die Entwicklung und Produktion von Antriebsketten daher als nicht mehr zukunftsfähig angesehen.

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Der Schaeffler-Hauptsitz im fränkischen Herzogenaurach.
Der Schaeffler-Hauptsitz im fränkischen Herzogenaurach.
(Bild: Schaeffler)

Der fränkische Automobil- und Industriezulieferer Schaeffler trennt sich von seinem Geschäft mit Antriebsketten für Verbrennungsmotoren. Der seit rund 25 Jahren bei Schaeffler betriebene Bereich zähle inzwischen nicht mehr zum Kerngeschäft, hieß es am Mittwoch zur Begründung für den Schritt. Das Geschäftsfeld werde an den Münchner Finanzinvestor Lenbach Equity Opportunities gehen. Über die finanziellen Details sei Stillschweigen vereinbart worden.

560 Mitarbeiter an neun Standorten sollen mitsamt dem Management an den neuen Eigentümer wechseln. Schaeffler geht davon aus, dass der Verkauf im Frühjahr 2022 abgeschlossen werden kann, wenn alle regulatorischen Hürden genommen sind.

Auch Schaeffler befindet sich in einem Transformationsprozess, der weg vom Verbrenner und hin zu alternativen Antrieben wie Elektromotoren geht. Die Auftragseingänge in der Elektromobilität hätten die Erwartungen bisher übertroffen.

Das Unternehmen hat nach einer Durststrecke im vergangenen Jahr ein wirtschaftlich erfolgreiches erstes Halbjahr hinter sich. Für das Gesamtjahr rechnet das Management um Vorstandschef Klaus Rosenfeld mit einem währungsbereinigten Umsatzanstieg von mehr als 11 Prozent, die um Sondereffekte bereinigte Gewinnmarge vor Zinsen und Steuern soll zwischen 8 und 9,5 Prozent liegen.

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