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Zulieferer Schaeffler verkauft Werk in Hamm

| Redakteur: Sven Prawitz

Der Automobilzulieferer Schaeffler verkauft den Standort in Hamm (Sieg) an das dortige Management. Die Führungsmannschaft um Werkleiter Christian Spandern sieht Wachstumspotenzial außerhalb der Automobilbranche.

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Das Management der Schaeffler Friction Products in Hamm übernimmt den Standort. Das neue Unternehmen heißt Inno Friction und konzentriert sich auf Industrieprodukte.
Das Management der Schaeffler Friction Products in Hamm übernimmt den Standort. Das neue Unternehmen heißt Inno Friction und konzentriert sich auf Industrieprodukte.
(Bild: Schaeffler)

Der Automobil- und Industriezulieferer Schaeffler und das Management-Team der Schaeffler Friction Products Hamm GmbH haben am Freitag (28. Juni) einen Vertrag unterzeichnet, nach dem das Führungsteam mit Wirkung zu heute (1. Juli) zum neuen Eigentümer der Gesellschaft wird. Die 110 Arbeitsplätze am Standort bleiben durch den Management-Buyout erhalten, heißt es in einer Miteilung des Zulieferers.

Die neue Gesellschaft wird als Inno Friction GmbH firmieren. Über den Kaufpreis wurde zwischen beiden beteiligten Parteien Stillschweigen vereinbart. Das Closing der Transaktion erfolge in Kürze, die Veräußerung des Geschäfts unterliege nicht der kartellrechtlichen Zustimmungspflicht.

In Hamm wurden bisher speziell für die Schaeffler-Gruppe Reibbeläge mit Trägerblechen für trockene Doppelkupplungen produziert. In der Spitze machte dieser Teil der Produktion zirka 60 Prozent des Umsatzes der Gesellschaft aus. Zuletzt war die Nachfrage anhaltend und deutlich rückläufig.

Wachstumspotenzial im Industriesektor

Daneben beliefert das Werk in Hamm Drittkunden der Industrie- und Automotive-Branche mit Speziallösungen im Bereich Reibtechnik, unter anderem für den Agrarsektor, für Aufzugsysteme, elektromagnetische Bremsen oder Windkraftanlagen. Während die verbleibende Produktion für Doppelkupplungsbeläge am Standort Hamm voraussichtlich bis zum Jahr 2020 oder 2021 ausläuft, sieht das Management im Industriegeschäft weiterhin Entwicklungs- und Wachstumspotenzial.

Matthias Zink, Vorstandsmitglied der Schaeffler AG und CEO der Sparte Automotive OEM, sagte: „Das Unternehmen kann außerhalb der Schaeffler-Gruppe deutlich agiler und fokussierter vorgehen. Zugleich erlaubt uns der Schritt, uns weiter verstärkt auf die Zukunftsbereiche E-Mobilität und autonomes Fahren zu konzentrieren.“

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