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Elektromobilität Second life für die Batterien des Nissan Leaf

| Autor / Redakteur: Holger Holzer/SP-X / Maximiliane Reichhardt

Vor dem Recycling der Rohstoffe sollen Elektroauto-Akkus künftig außerhalb des Fahrzeugs genutzt werden. Nissan hat nun ein serienreifes Produkt am Start.

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Denkbar sind die Akkus etwa in der Stromversorgung von Campingmobilen.
Denkbar sind die Akkus etwa in der Stromversorgung von Campingmobilen.
(Bild: Nissan)

Nissan macht ausgemusterte E-Auto-Akkus nutzbar und will sie künftig als tragbare Energiespeicher für den Freizeiteinsatz anbieten. Diese „Energy Roam“-Batterien sollen eine Kapazität von 700 Wattstunden bieten und sich an Haushaltssteckdosen in zirka einer Stunde aufladen lassen. Für den Einsatz in der Natur sei auch das Laden per Solaranlage möglich. Die Recycling-Akkus aus dem Nissan Leaf der ersten Generation sollen im Laufe des Jahres eingeführt werden, Preise sind noch nicht bekannt.

Premiere im Campinganhänger

Premiere feiert die Technik zurzeit auf der Caravaning-Messe in Birmingham. Dort kommen die Akkus an Bord eines Campinganhängers mit aufblasbarem Zelt zum Einsatz, wo sie die Energie für Aufbau und Betrieb liefern sollen.

Die Weiterverwendung von E-Auto-Akkus für die Stromversorgung wird gerne als „second life“ – zweites Leben – bezeichnet. Mit der wachsenden Verbreitung der E-Mobilität können derartige Nutzungen stark an Bedeutung gewinnen. In der Regel werden E-Auto-Batterien künftig wohl ausgemustert, wenn sie weniger als 80 Prozent ihrer Ursprungskapazität bieten. Dann sollen sie in die Zweitnutzung, als mobile oder statische Energiespeicher gehen, bevor sie endgültig am Ende ihrer Lebensdauer ankommen und recycelt werden.

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