Automobilzulieferer Sonnplast gerettet: Investor übernimmt Geschäftsbetrieb

Redakteur: Tanja Schmitt

Sonnplast blickt wieder zuversichtlich in die Zukunft: Ein Investor hat den insolventen Spritzgusshersteller übernommen. Der Standort und alle 220 Arbeitsplätze bleiben erhalten.

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Insolvenzverwalter Joachim Exner freut sich über die Rettung des Spritzgussherstellers Sonnplast.
Insolvenzverwalter Joachim Exner freut sich über die Rettung des Spritzgussherstellers Sonnplast.
(Bild: Dr. Beck & Partner)

Sonnplast setzt ab sofort seine Geschäftstätigkeit in der neugegründeten Sonnplast Solutions GmbH fort. Das Kunststoffspritzgussunternehmen hat sich auf die Herstellung von Interieurkomponenten und Funktionsbauteilen für Klimaanlagen spezialisiert hat.

Die im Jahr 2013 gegründete Sonnplast GmbH musste im September 2018 Insolvenz anmelden. Nach seiner Bestellung durch das zuständige Amtsgericht ergriff Insolvenzverwalter Joachim Exner von Dr. Beck & Partner umgehend Maßnahmen, um den Geschäftsbetrieb zu stabilisieren. Anschließend führte Exner den Geschäftsbetrieb knapp zweieinhalb Jahre fort. Dabei gelang es ihm, das Unternehmen sowohl leistungswirtschaftlich als auch finanziell zu restrukturieren.

Meine besondere Anerkennung gilt den Mitarbeitern, ohne deren Engagement die erreichte Investorenlösung nicht möglich gewesen wäre“, betonte Exner nach der Übergabe des Geschäftsbetriebes an den Investor. „Bedanken möchte ich mich aber auch bei den Kunden für deren großartige Unterstützung während des gesamten Verfahrens sowie dem Bürgermeister der Stadt Sonneberg für die konstruktive Zusammenarbeit.“

Über Sonnplast

Sonnplast fertigt im thüringischen Sonneberg Spritzgussteile aus thermoplastischen Kunststoffen für die Automobilindustrie. Zum Produktportfolio gehören unter anderem Sitz- und Dekorblenden, Lüfterklappen, Cupholder, Kfz-Leuchten und diverse Funktionsteile wie Dichtlippen.

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