Wirtschaft Steigende Materialkosten: Audi erhöht erneut die Preise

Von Martin Achter

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Die Fahrzeuge des Autoherstellers werden noch mal teurer: Audi will im Juli die Preise für praktisch alle Modelle anheben – wegen steigender Produktions- und Materialkosten.

Audi erhöht im Juli erneut die Preise für seine Modelle.
Audi erhöht im Juli erneut die Preise für seine Modelle.
(Bild: Achter – »kfz-betrieb« )

Audi will ab dem kommenden Monat von Kunden erneut mehr Geld für seine Autos verlangen. Die Erhöhung der Grundmodellpreise komme zum 11. Juli und betreffe alle Modelle außer den E-Tron und den R8, wie Audi am Montag auf Anfrage unseres Schwestermagazins »kfz-betrieb« bestätigte. Zuvor hatte es aus dem Handel Kritik an dem Preisschritt gegeben, da dieser die vierte Preiserhöhung innerhalb von rund Eineinviertel Jahren bedeute.

Der Hersteller begründete den Schritt mit steigenden Produktions- und Materialkosten: „Derzeit sind auf den weltweiten Märkten in vielen Bereichen teilweise sehr deutliche Preisanstiege zu verzeichnen, unter anderem bei Rohstoffen und Energie.“

Kostensteigerungen „teilweise weitergeben“

Der Volkswagen-Konzern beobachte die Situation zwar und versuche mit verschiedenen Maßnahmen gegenzusteuern, erklärte eine Audi-Sprecherin. Jedoch könnten durch diese Maßnahmen „die deutlich steigenden Kosten nicht vollständig ausgeglichen werden“. Deswegen müsse das Unternehmen die Kostensteigerungen „teilweise weitergeben“ – in diesem Fall über den Händler an die Kunden.

Aus dem Handel gab es nicht nur Kritik an der Häufigkeit der Preiserhöhungen des Herstellers, sondern auch an möglichen Auswirkungen auf die Förderung für Plug-in-Hybride und E-Autos. Durch den anstehenden Preisschritt fielen einzelne Modelle aus der Förderung, da der Listenpreis nach der Erhöhung zu hoch sei, so die Kritik.

Dazu erklärte Audi: „Der Q4 E-Tron bleibt grundsätzlich auch 2023 förderfähig in Abhängigkeit von der jeweiligen Ausstattung.“ Alle verbuchten Kundenbestellungen für Q4-E-Tron- oder -Plug-in-Hybrid-Modelle erhielten zudem „einen Preisschutz“. Auch habe Audi entschieden, „den Herstelleranteil der Förderung 2023 in aktueller Höhe beizubehalten – unabhängig von der dann entschiedenen Förderung des Bundes“.

In einem Schreiben an den Handel hatte Audi allerdings bekannt gegeben, dass einzelne rein elektrische Fahrzeuge vom Typ Q4 E-Tron und Q4 Sportback E-Tron und Plug-in-Varianten durch den Preisschritt aus der Förderung fallen könnten – beziehungsweise der Bundesanteil der Förderung entfalle. Dabei ging es um Vorführ- und Lagerwagen sowie Schauraumfahrzeuge, die „nicht altpreisgeschützt“ sind. Der Altpreisschutz entfällt demnach wohl für vorgemerkte Bestellungen, die noch nicht disponiert sind.

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