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Interieur Studie: PKW-Interieur muss flexibler werden

| Redakteur: Wolfgang Sievernich

Im Rahmen einer globalen Konsumentenforschung zu Stau- und Aufbewahrungsfächern wurden Verbraucher in Europa, China und USA nach ihren regionalen Vorlieben befragt. Potenzial bieten die Türverkleidung und die Mittelkonsole.

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Ergebnis der Studie: Türverkleidungen müssen in Zukunft flexibler auf die individuellen Gegenstände der Konsumenten ausgerichtet werden. Mittelkonsolen benötigen Schnittstellen zu elektronischen Geräten.
Ergebnis der Studie: Türverkleidungen müssen in Zukunft flexibler auf die individuellen Gegenstände der Konsumenten ausgerichtet werden. Mittelkonsolen benötigen Schnittstellen zu elektronischen Geräten.
(Foto: Yanfeng)

In einer groß angelegten Konsumentenstudie zum Thema Ablagesysteme im Innenraum hat der Automobilzulieferer Yanfeng Automotive Interiors herausgefunden, dass Konsumenten kaum Kompromisse eingehen, wenn es um ihre persönlichen Gegenstände im Fahrzeug geht. In einer Erhebung unter 2.000 Autofahrern aus Europa, China und den USA wurden die Gewohnheiten der Aufbewahrung von 127 Alltagsgegenständen im Auto untersucht. Dabei wurde die Untersuchung über unterschiedliche Fahrzeugklassen gemacht.

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Türverkleidung bislang unflexibel

Wichtig sind grundsätzlich übergreifende Aspekte zur Erreichbarkeit und der gesicherten Fixierung aller wichtigen Gegenstände während der Fahrt. Auch wenn die Autofahrer zu diesem Punkt im Grundsatz zufrieden mit ihren aktuellen Möglichkeiten sind, ergibt sich auch Optimierungspotenzial. Die Teilnehmer bemängelten eine fehlende Flexibilität in der Gestaltung der Türverkleidung als Aufbewahrungsort. Hier werden zumeist Gegenstände für unterschiedliche individuelle Anforderungen verstaut: Papiere, Regenschirme, Eiskratzer, Reinigungsmaterial und Abfälle.

Mittelkonsole benötigt bessere Ablagen

Die größten Unterschiede in den Verbraucherpräferenzen bieten Bereiche rund um die Instrumententafel. Hier sind die regionalspezifischen Unterschiede am größten. „Grundsätzlich gilt, dass im Cockpit eher die weniger wichtigen und langfristig aufbewahrten Gegenstände lagern. Die Halterung für mobile Geräte wie Smartphone und Navi oder auch das Fahrzeughandbuch und die Versicherungspapiere finden dort ihren Platz“ so Melanie Hartmann, Manager Consumer Research Europe von Yanfeng Automotive Interiors. Der gefragteste Bereich ist dabei die Mittelkonsole: Dort ist die Greifnähe vom Fahrer zum Gegenstand am höchsten, wie zum Mobiltelefon oder dem Getränk. Die Studie kommt hier zum Schluss, dass die Ablagensysteme in der Mittelkonsole noch Verbesserungspotenzial bieten; die Zufriedenheit beim Konsumenten fiel eher unterdurchschnittlich aus.

Zufriedenere Kunden im Premiumsegment

Interessant ist die Tatsache, dass bei steigendem Preissegment auch die Zufriedenheit der Konsumenten wächst. Heißt im Umkehrschluss, dass im Volumensegment Verbesserungspotenzial für ausgeklügelte Ablagesysteme besteht. Wichtig sind hier insbesondere drei Merkmale: „Schnittstelle zu elektronischen Geräten“; „Aufbewahrung und Zugang zu elektronischen Geräten“ und die „Position der Armlehne und Aufbewahrung persönlicher Gegenstände“. In Europa ist darüber hinaus noch ein verbesserter Zugang zu Staufächern wichtig.

Automatisiertes Fahren verändert Ansprüche

In Zukunft wird das automatisierte Fahren zudem zu einer Veränderung der Konsumentenansprüche führen. Schließlich bringen die Passagiere mehr Gegenstände mit an Bord, um sich im automatisierten Fahrbetrieb anderen Aktivitäten zu widmen. Mehr und ausgeklügeltere Ablagen werden die Folge sein.

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