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Studie: Wo deutsche Studierende am liebsten arbeiten möchten

| Autor: Jens Scheiner

Deutsche Automobilhersteller üben nach wie vor eine starke Anziehungskraft auf deutsche Studierende aus. Das geht aus dem neuesten Arbeitgeberranking des Beratungsunternehmens Universum hervor.

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Daimler ist der beliebteste Arbeitgeber unter den Studierenden der Wirtschaftswissenschaften.
Daimler ist der beliebteste Arbeitgeber unter den Studierenden der Wirtschaftswissenschaften.
(Bild: Daimler)

Die großen Automobilunternehmen dominieren weiterhin die Rankings der attraktivsten Arbeitgeber. Das gilt vor allem für deutsche Studierende der Wirtschaftswissenschaften und des Ingenieurwesens, aber auch für IT-Studierende werden sie zunehmend attraktiv. Beratungsunternehmen verlieren dagegen tendenziell an Beliebtheit. Das sind Ergebnisse des aktuellen Arbeitgeberrankings der Employer-Branding-Beratung Universum. Grundlage ist der Student Survey 2019, für den deutschlandweit 46.904 Studierende verschiedener Fachrichtungen befragt wurden.

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„Eine wichtige Basis für ein gutes Abschneiden im Ranking ist die Bekanntheit der Unternehmen bei den Studierenden - generell und für die ihnen wichtigen Eigenschaften. Die sinkende Beliebtheit von Banken und Beratungsfirmen ist beispielsweise besonders vor dem Hintergrund interessant, dass diese Unternehmen zwar für die beiden wichtigsten Eigenschaften attraktiver Arbeitgeber stehen, nämlich ein attraktives Grundgehalt und ein hohes Einkommen in der Zukunft. Allerdings werden sie klassischerweise nicht mit den Themen Work-Life-Balance und Flexibilität assoziiert, die für Studierende sehr wichtig sind“, erklärt Tina Smetana, Country-Managerin Deutschland bei Universum.

Daimler klettert auf Platz eins

Zwei Automobilkonzerne legen ordentlich an Beliebtheit zu: Für 21 Prozent der Studierenden der Wirtschaftswissenschaften zählt Daimler zu einem ihrer fünf idealen Arbeitgeber. Das sind 2,66 Prozent mehr als im vergangenen Jahr. Damit steigt das Unternehmen auf den ersten Platz im Ranking der attraktivsten Arbeitgeber. Porsche legt ebenfalls 1,34 Prozent an Beliebtheit zu und steigt dennoch auf Platz zwei ab. Auf den weiteren Plätzen folgen wie auch im vergangenen Jahr die BMW Group, Audi und Google. SAP klettert sieben Plätze nach oben in die Top 20. Weniger gut sieht das Ergebnis für Morgan Stanley aus. Das im vergangenen Jahr noch zu den Top 50 zählende Unternehmen büßt zwölf Plätze ein und fällt auf Platz 62.

Attraktivster Arbeitgeber unter den angehenden Ingenieuren ist auch in diesem Jahr Porsche. Unverändert folgen auf den weiteren Plätzen Audi, Daimler und die BMW Group. Obwohl Daimler auch bei den Studierenden des Ingenieurwesens mit 2,49 Prozent überraschend an Beliebtheit gewinnt, bleibt dies ohne Auswirkung auf die Platzierung. Dagegen darf sich Bosch über den Aufstieg um einen Platz auf Rang fünf freuen. Verluste müssen dagegen zwei Forschungsinstitute hinnehmen: Die Fraunhofer-Gesellschaft steigt fünf Plätze ab und landet auf Rang 17. Für die Max-Planck-Gesellschaft geht es acht Plätze nach unten auf Rang 40. Insgesamt 19 Plätze büßt The Boston Consulting Group ein. Das Unternehmen muss sich mit Rang 69 begnügen und aus den Top 50 verabschieden.

Apple gewinnt an Beliebtheit bei den zukünftigen IT-Spezialisten

Apple darf sich zwar über 5,19 Prozent mehr Beliebtheit freuen, bleibt jedoch unverändert auf Platz drei. Für knapp 23 Prozent der IT-Studierenden ist der Technologiekonzern einer ihrer idealen Arbeitgeber. An der Spitze steht weiterhin Google: 37 Prozent der IT-Studierenden möchten am liebsten hier arbeiten, gefolgt von Microsoft auf Platz zwei. Mit Audi und Daimler klettern zwei Automobilunternehmen nach oben auf Rang vier und fünf. Den mit 20 Plätzen größten Sprung in die Top 50 schafft Huawei und nimmt Rang 36 ein. SAP rutscht dagegen von Rang vier auf neun. Auch Facebook verliert fünf Plätze und fällt aus den Top Ten. Ebenfalls nach unten geht es für EY (Ernst & Young), dass im vergangenen Jahr einen großen Sprung nach oben gemacht hat und nun um 14 Plätze auf Platz 55 abrutscht. Ähnlich ergeht es The Boston Consulting Group, die 14 Plätze verliert und auf Platz 57 abfällt.

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Über den Autor

 Jens Scheiner

Jens Scheiner

Redaktioneller Mitarbeiter Online/Print, Redaktion AUTOMOBIL INDUSTRIE