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Übernahme

Takata und Key Safety Systems unterzeichnen Kaufvertrag

| Redakteur: Lisa Marie Waschbusch

Key Safety Systems kauft den insolventen Airbaghersteller Takata. Die Grundvereinbarung dazu haben die Unternehmen bereits im Sommer bekanntgegeben, nun haben sie den Kaufvertrag unterschrieben. Jetzt fehlt noch die Zustimmung der Behörden.

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Takata und Key Safety Systems („KSS“) haben einen Vertrag unterzeichnet, der den Verkauf nahezu aller Vermögenswerte und Geschäftsaktivitäten Takatas umfasst.
Takata und Key Safety Systems („KSS“) haben einen Vertrag unterzeichnet, der den Verkauf nahezu aller Vermögenswerte und Geschäftsaktivitäten Takatas umfasst.
(Bild: Takata)

Der US-Zulieferer Key Safety Systems (KSS) hat den insolventen Airbaghersteller Takata Corporation aus Japan für umgerechnet 1,35 Milliarden Euro gekauft. Dies teilten die Unternehmen am Dienstag (21. November) mit. Eine entsprechende Grundvereinbarung hatten die Unternehmen bereits im Juni geschlossen.

Im Rahmen der Vereinbarung übernimmt KSS laut Takata weltweit nahezu alle Vermögenswerte und Geschäftsaktivitäten des Airbagherstellers. Davon ausgenommen sei die Herstellung und der Vertrieb von Gasgeneratoren mit phasenstabilisiertem Ammoniumnitrat (PSAN). Das Geschäft mit PSAN-Gasgeneratoren soll nach Abschluss der Transaktion durch verbliebene Takata-Gesellschaften zunächst noch weitergeführt und dann abgewickelt. Ersatz-Gasgeneratoren für laufende Airbagrückrufe wird Takata auch in Zukunft ohne Unterbrechung liefern.

Zustimmung steht noch aus

Der Automobilzulieferer hatte aufgrund zahlreicher Rückrufe im Juni 2017 in Japan und den USA Insolvenz angemeldet. Der Abschluss der globalen Transaktion bleibt vorerst unter dem Vorbehalt der Zustimmung der Insolvenzgerichte in Japan und den USA, der Zustimmung zu OEM-Vereinbarungen und Kundendokumentation sowie der Genehmigung der zuständigen Aufsichtsbehörden. Dennoch soll die Transaktion im ersten Quartal 2018 abgeschlossen sein. Takata beabsichtigt die Verkaufserlöse dazu zu nutzen, die Verpflichtungen aus der Vergleichsvereinbarung mit dem US-Justizministerium zu erfüllen, den Umbau zu finanzieren und Schulden zu begleichen.

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