Alternative Antriebe Toyota investiert in maritimes Wasserstoff-Start-up

Redakteur: Tanja Schmitt

Brennstoffzellen eignen sich nicht nur für die Straße. Toyota beteiligt sich deshalb stärker am Wasserstoff-Start-up Energy Observer.

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Die Energy Oberserver produziert ihren eigenen Wasserstoff aus Meerwasser.
Die Energy Oberserver produziert ihren eigenen Wasserstoff aus Meerwasser.
(Bild: Agathe Roullin/Energy Observer Productions)

Toyota investiert in das französische Start-up Energy Observer Developments und übernimmt damit eine Minderheitsbeteiligung. Außerdem wird der Automobilhersteller einen Sitz im Vorstand des Start-ups haben. Das 2019 gegründete Unternehmen hat sich auf Wasserstoffanwendungen spezialisiert. Das Ziel: den elektrisch angetriebenen Katamaran „Energy Observer“ weiterentwickeln. Anfang 2020 haben die Unternehmen die Brennstoffzellentechnik des Mirai angepasst und in das Schiff eingebaut.

Toyota unterstützt die Energy Observer bereits seit 2017 auf ihrem auf sechs Jahre angelegten Weltreiseprojekt. In der Zusammenarbeit entstanden das Brennstoffzellenmodul „GEH2“ und der modulare wasserstoffbasierte Antrieb „REXH2“, die auf der Energy Observer eingesetzt werden.

Mit der Investition will der Automobilhersteller zur Industrialisierung von Wasserstoffanwendungen beitragen und seine Brennstoffzellen stärker in anderen Branchen einsetzen, auch in autofremden wie dem Seeverkehr.

Die Energy Observer ist das erste wasserstoffbetriebene Schiff, das mithilfe von Solar-, Wind- und Wasserkraft seinen eigenen Wasserstoff aus Meerwasser produziert. Die Technologie hat sich laut Toyota bereits auf über 30.000 Seemeilen, etwa 55.000 Kilometer, unter allen klimatischen Bedingungen bewährt.

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