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Prüfstandstechnik Toyota Motorsport bietet F1-Technik für OEMs

| Autor/ Redakteur: Annette Laqua / Wolfgang Sievernich

Während die Toyota Motorsport GmbH in den Jahren 2002 bis 2009 mit einem Werksteam in der Formel 1 vertreten war, schufen sich die Japaner in Köln eine Infrastruktur vom Feinsten. Nach dem Ausstieg wurden die Prüfstände auch externen Kunden zur Verfügung gestellt.

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Die ehemalige Formel 1 Manufaktur von Toyota Motorsport in Köln besitzt eine sehr ausführliche Prüfstandsinfrastruktur: Von Fahrwerks- über Motoren- und Getriebeprüfständen, bis zur Entwicklung der Aerodynamik im eigenen Windkanal oder das Engineering. Diese Leistungen bietet das Unternehmen auch den OEMs an.
Die ehemalige Formel 1 Manufaktur von Toyota Motorsport in Köln besitzt eine sehr ausführliche Prüfstandsinfrastruktur: Von Fahrwerks- über Motoren- und Getriebeprüfständen, bis zur Entwicklung der Aerodynamik im eigenen Windkanal oder das Engineering. Diese Leistungen bietet das Unternehmen auch den OEMs an.
(Foto: TMG)

Es ist schon etwas skurril: Gerade noch waren Formel-1-Teams wie Force India Rivalen des Toyota-Rennteams in der Königsklasse des Motorsports – jetzt gehen sie in den Hallen der Toyota Motorsport GmbH (TMG) ein und aus. Und wenn man das Unternehmen in Köln-Marsdorf besucht, trifft man auf den Fluren oder in der Kantine tatsächlich nicht selten Personal anderer Formel-1-Mannschaften an. „Nahezu alle aktuellen Formel-1-Teams waren schon bei uns – manche nur kurz, andere kommen häufiger“, so Marco Gehlen, der bei TMG als Manager Vehicle & Component Testing tätig ist.

Viel mehr Messwerte

Ein wichtiger Grund ist, dass die beiden TMG-Windkanäle mehr Möglichkeiten bieten als viele andere ihrer Art. „In unseren Windtunneln kann man viel mehr Messwerte auf einmal aufnehmen als üblich“, erklärt Gehlen. „Das ist besonders deshalb attraktiv, weil in der Formel 1 die Zeit beschränkt ist, in der der Wind im Windkanal bläst. Bei uns kann man die sogenannte Wind-on-time im Vergleich zu einem herkömmlichen Windkanal sehr stark reduzieren, hat aber immer noch den gleichen Output.“