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Automatisiertes Fahren

TU Berlin: Automatisiert im Zentrum Berlins

| Autor/ Redakteur: Ampnet/hrr / Maximiliane Reichhardt

Das Distributed Artificial Intelligence Laboratory, kurz DAI-Labor, der TU Berlin hat ein vernetztes, urbanes Infrastruktur-Testfeld mitten in Berlin entwickelt. Dort soll das automatisierte Fahren weiter getestet werden.

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Das DAI-Labor der TU Berlin hat ein vernetztes, urbanes Infrastruktur-Testfeld mitten in Berlin entwickelt.
Das DAI-Labor der TU Berlin hat ein vernetztes, urbanes Infrastruktur-Testfeld mitten in Berlin entwickelt.
(Bild: TU Berlin/PR/Dominic Simon)

Die Straße des 17. Juni gehört zu einer der wichtigsten und verkehrsreichsten Berlins und gilt für Autofahrer als Herausforderung. Vom Ernst-Reuter-Platz bis zum Brandenburger Tor sind Ampeln, Kreisverkehre, Fahrrad- und Fußwege, Parkplätze, Ein- und Ausfahrten sowie meist dichter Verkehr zu beachten. Die TU Berlin nutzt diese Strecke jetzt, um dort die Zukunftstechnik des automatisierten und vernetzten Fahrens einzurichten und zu testen.

Erstmals kann nun in der Hauptstadt auf einer 3,6 Kilometer langen Strecke unter realen Verkehrsbedingungen das automatisierte Fahren weiterentwickelt werden. Das Forschungsprojekt „Die digital vernetzte Protokollstrecke – urbanes Testfeld automatisiertes und vernetztes Fahren in Berlin“ (Diginet-PS) am DAI-Labor der TU Berlin befasst sich mit dem Aufbau des Testfeldes in einem hochkomplexen Verkehrsumfeld in Berlin. DAI steht für das „Labor für Künstliche Intelligenz“ der TU Berlin (Distributed Artificial Intelligence Laboratory). Das vom Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur geförderte Vorhaben soll zur Umsetzung der Smart City-Strategie des Landes Berlin im Mobilitätsbereich beitragen.

Über 100 Sensoren entlang der Teststrecke

Das Herzstück des Projektes ist das sogenannte Diginet-PS-Referenzframework. Es wurde an der TU Berlin entwickelt und schafft die Voraussetzungen dafür, dass Teststrecke, Fahrzeuge und Kontrollzentrum miteinander kommunizieren können. Über 100 Sensoren entlang der Teststrecke erfassen Wetterverhältnisse, Verkehrsaufkommen, Parksituation, Umweltbelastung oder Straßenbeschaffenheit. Diese Daten werden entlang der Straße und im Kontrollzentrum anonymisiert, von einer speziell entwickelten Software analysiert und ausgewertet, so dass Prognosen zu verschiedensten Themenfeldern erstellt und mit den vernetzten Fahrzeugen geteilt werden können.

Durch diese neuartige Infrastruktur könne das Auto zum Beispiel vor Unfallpunkten mit Radfahrerinnen und Radfahrern auf der Strecke warnen beziehungsweise diese sogar vorhersagen. In den vergangenen 29 Monaten entwickelten Sahin Albayrak, Geschäftsführender Direktor des DAI-Labors, und sein Forschungsteam auf der Straße des 17. Juni ein vernetztes, urbanes Infrastruktur-Testfeld. Im Vordergrund standen dabei die Fahrzeug-zu-Infrastruktur-Kommunikation, die Kombination von Sensoren und die Nutzung von KI-Mechanismen. Die Teststrecke soll künftig Unternehmen sowie Forschungseinrichtungen die Möglichkeit bieten, automatisiertes Fahren in einem realen Umfeld anzuwenden.

Zahlreiche Partner

An der Entwicklung von Sensoren, Fahrzeugtechnik oder Datensystemen waren neben der TU Berlin auch das Fraunhofer Fokus, das Daimler Center for Automotive IT Innovations, T-Systems International und die Berliner Agentur für Elektromobilität (eMO) sowie zahlreiche weitere Umsetzungspartner wie Cisco, TÜV Nord und die BVG beteiligt.

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