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Mobilität

Umfrage: Was erwarten Menschen von Mobilitätskonzepten?

| Autor/ Redakteur: ampnet/jri / Thomas Günnel

Forschungen zu künftigen Mobilitätskonzepten rücken häufig die Technik in den Mittelpunkt. Das Institut für Kraftfahrzeuge (ika) der RWTH Aachen hat jetzt in einer Online-Befragung untersucht, welche Erwartungen Menschen an die Konzepte haben.

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Was erwarten Menschen von künftigen Mobilitätskonzepten? Das Institut für Kraftfahrzeuge (ika) der RWTH Aachen hat dazu eine Online-Befragung durchgeführt.
Was erwarten Menschen von künftigen Mobilitätskonzepten? Das Institut für Kraftfahrzeuge (ika) der RWTH Aachen hat dazu eine Online-Befragung durchgeführt.
( Bild: Navya )

Das Institut für Kraftfahrzeuge (ika) der RWTH Aachen hat in einer Online-Befragung die Erwartungen an unterschiedliche Mobilitätskonzepte untersucht. Die Studie fand im Rahmen des Projektes „UNICARagil“ statt. Es wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert und hat das Ziel, einen Baukasten aus Hardware- und Softwaremodulen für fahrerlose Fahrzeuge zu entwickeln. Dabei stehen vier Fahrzeugkonzepte für unterschiedliche Anforderungen im Fokus:

  • „AUToelfe“ ist der private „Butler“ für alle Fahrten im Alltag zu Schule, Sport und Supermarkt,
  • „AUTOtaxi“ ist das per Smartphone herbeigerufene Taxi,
  • „AUTOshuttle“ das Schienenfahrzeug-ähnliche große Sammeltaxi als Ergänzung des ÖPNV und
  • „AUTOliefer“, das fahrerlose Lieferfahrzeug für die automatisierte Zustellung von Paketsendungen.

Hohe Erwartungen an autonome Fahrzeuge

In der Studie zeigten sich 85 Prozent der Befragten grundsätzlich aufgeschlossen gegenüber autonomen Fahrzeugen. Dabei gibt es eine hohe Erwartungshaltung: 73 Prozent erwarten durch das autonome Fahren weniger Staus, über 67 Prozent erhoffen sich mehr Sicherheit, und mehr als die Hälfte der Befragten erwartet auch mehr Komfort (56 Prozent).

Die Antworten zu den vier Fahrzeugkonzepten zeigten eine differenzierte Erwartungshaltung der Teilnehmer. So wird es für die Entwicklung des Autoshuttle von Bedeutung sein, dass es zwar eine große Bereitschaft gibt, kurze Strecken in einem autonomen Fahrzeug stehend zu absolvieren – die große Mehrheit (72 Prozent) aber gleichzeitig Plätze entgegen der Fahrtrichtung meidet. Gleichzeitig erwarten die Befragten von autonomen Shuttles präzise Informationen zu Fahrplan, Standort und Belegung, am besten per App.

Hinsichtlich des autonomen Taxis können sich 81 Prozent der Studienteilnehmer vorstellen, das Fahrzeug zu teilen oder kurze Umwege in Kauf zu nehmen, wenn sich dafür der Fahrpreis reduziert. Bei dem privaten autonomen Fahrzeug, der Autoelfe, wünscht sich die Mehrheit vier bis fünf Sitzplätze und genug Platz für den Transport größerer Gegenstände, zum Beispiel eines Fahrrads. Dabei wären 83 Prozent bereit, mittels einer App den Mobilitätsbedarf der Familie zu koordinieren.

Alternative Zustellkonzepte gewünscht

Mit stark wachsendem Onlinehandel steigt auch der Wunsch nach alternativen Zustellkonzepten. Über 50 Prozent der Befragten haben Interesse an Spät- oder Nachtlieferungen durch das Autoliefer-Fahrzeug, wenn sie die Pakete nicht persönlich annehmen müssten. Und über zwei Drittel sind an einer automatisierten Abholung von Retouren interessiert. Laut Unicaragil-Leiter Timo Woopen sollen die Umfrage-Ergebnisse in die Konzeption der vier Fahrzeuge im Rahmen des Projektes einfließen.

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