REACH Unterschied zwischen Erzeugnissen und Stoffen

Redakteur: Bernd Otterbach

Hier klärt die Broschüre REACH Info 6 „Erzeugnisse - Anforderungen an Produzenten, Importeure und Händler“ klärt den Unterschied zwischen Erzeugnissen und Produkten.

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Das neue europäische Chemikalienrecht REACH unterscheidet zwischen Stoffen und Gemischen auf der einen und Erzeugnissen auf der anderen Seite. Da Erzeugnisse im Regelfall keine Registrierungspflichten nach sich ziehen, kommt es zu Problemen in der Praxis, wenn es um die Abgrenzung beider Begriffe geht. Hier klärt die Broschüre REACH Info 6 „Erzeugnisse - Anforderungen an Produzenten, Importeure und Händler“ auf, die soeben erschienen ist. Mit ihr informiert der REACH-CLP-Helpdesk bei der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) Unternehmen, die Erzeugnisse im Rahmen der REACH-Verordnung produzieren, importieren oder liefern.

Bei Erzeugnissen ist laut REACH-Verordnung die äußere Form entscheidend für die Funktion. Die chemische Zusammensetzung des Gegenstandes spielt hingegen nur eine untergeordnete Rolle. Entsprechend fallen Gegenstände wie Computer, Autoreifen oder Verpackungen in die Kategorie Erzeugnisse. Salze, Sand, Seife oder auch Schweißdraht behandelt REACH hingegen als Stoffe oder Gemische, da ihre Funktion im Wesentlichen von der chemischen Zusammensetzung abhängt. Bereits jetzt wird deutlich, dass es durchaus Grenzbereiche der Zuordnung gibt. Durch anschauliche Beispiele bringt REACH-Info 6 einen Überblick ins System der Zuordnung.

Erzeugnisse müssen zwar unter REACH nicht registriert werden, dennoch können auch auf Produzenten, Importeure und Lieferanten von Erzeugnissen Verpflichtungen zukommen. Insbesondere dann, wenn die Erzeugnisse besonders besorgniserregende Stoffe enthalten. Diese Stoffe werden in einer gesonderten Liste aufgeführt.

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