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EDAG Verkauf des Tochterunternehmens WMU

| Redakteur: Christian Otto

Im Rahmen einer Neustrukturierung trennt sich der Entwicklungsdienstleister von seiner Tochter Weser-Metall-Umformtechnik (WMU). Neuer Gesellschafter von WMU wird der koreanische Presswerkbetreiber Sungwoo Hitech.

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EDAG will sich zukünftig noch konsequenter auf ganzheitliche Engineering Dienstleistungen konzentrieren. Infolge dieser strategischen Fokussierung wurde auch der Verkauf des Tochterunternehmens WMU beschlossen. Die Rolle des Gesellschafters bei dem Unternehmen aus Hann. Münden übernimmt dafür Sungwoo-Hitech. Der Abschluss der Transaktion zwischen EDAG und dem börsennotierten, koreanischen Presswerksbetreiber wird für Mitte Juni 2012 erwartet.

EDAG CEO Jörg Ohlsen erläutert die Überlegungen, die zum Verkauf führten: „Die strategische Entscheidung der EDAG, sich noch konzentrierter als Engineering-Dienstleister der Mobilitätsindustrie zu positionieren, hat letztendlich den Ausschlag für den Verkauf der WMU gegeben. Die globale Präsenz von Sungwoo Hitech, die wirtschaftliche Stabilität und die technologische Spitzenposition im Bereich der Pressteile war für unsere Entscheidung von zentraler Bedeutung.“

WMU als Wachstumsplattform für Sungwoo

Die WMU ist eine Just-in-time Lieferanten von Press-, Zieh- und Stanzteilen für die Automobil- und Konsumgüterindustrie. Über 300 Beschäftigten an zwei Standorten (Hann. Münden und Walvis Bay in Namibia/Afrika) produzieren seit Jahren für namhafte Autohersteller und Zulieferer. Die EDAG Group hatte das Unternehmen 1999 übernommen.

Rolf Klaas, Geschäftsführer der WMU, bewertet die Entscheidung ebenfalls positiv: „Unsere Kunden, die Beschäftigten der WMU und das Management unterstützen und begrüßen diese Entscheidung nachdrücklich. Sungwoo Hitech ist mit seinen ambitionierten Wachstumsplänen in Europa, seinem hervorragenden Qualitätsmanagement und seinen Stärken im Bereich Roll Forming, Laser Welding, Tailor Welded Blanks sowie Hydroforming der richtige Partner für die weitere Expansion der WMU“.

Das koreanische Unternehmen Sungwoo Hitech hat aktuell 11.700 Beschäftigte und erwirtschaftet einen Umsatz von rund 2,8 Mrd. US-Dollar. Neben Standorten in Korea verfügt der Presswerkspezialist auch über Werke in China, Tschechien, Slowakei, Indien, Russland und Usbekistan. Mit der Übernahme der WMU wollen die Koreaner erstmals auch auf dem westeuropäischen und insbesondere dem deutschen Markt aktiv werden.

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