Produktion EDAG bringt Industrial-Metaverse-Plattform mit KI-Funktionen

Von Sven Prawitz 3 min Lesedauer

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EDAG hat die Industrial-Metaverse-Plattform „metys“ mit integriertem KI-Ansatz vorgestellt. Sie soll Entwicklung und Produktion vernetzen. Basis ist unter anderem die KI-Infrastruktur von Nvidia.

EDAG hat die Industrial-Metaverse-Plattform „metys“ mit integriertem KI-Ansatz vorgestellt. (Bild:  EDAG)
EDAG hat die Industrial-Metaverse-Plattform „metys“ mit integriertem KI-Ansatz vorgestellt.
(Bild: EDAG)

Die EDAG Group hat ihre Industrial-Metaverse-Plattform „metys“ mit integriertem AI-Factory-Ansatz vorgestellt. Die Plattform bietet nach Unternehmensangaben eine strukturierte industrielle Umgebung, in der Daten, Prozesse und Menschen ergänzt durch KI-Modelle systematisch zusammenwirken – eingebettet in die bestehenden IT- und Systemlandschaften der Kunden.

Ziel ist es laut EDAG, Industrieunternehmen einen skalierbaren und praxisnahen Zugang zu Künstlicher Intelligenz zu eröffnen und sie dabei zu unterstützen, Effizienz- und Kostendruck insbesondere in Automotive, Defence und Maschinenbau entgegenzuwirken sowie den notwendigen Transformationsprozess erfolgreich zu gestalten.

Nvidia-Technik als Basis

Unter anderem auf Basis von Nvidia-KI-Infrastruktur und der Integration von Omniverse-Bibliotheken und dem Open-Source-Robotik-Simulationsframework „Isaac Sim“ entstehen in Metys nach Herstellerangaben leistungsfähige Digital-Twin- und Physical-AI-Anwendungen für Robotik und industrielle Prozesse.

Smart Factory Day in Berlin

Im Mittelpunkt des Smart Factory Day 2026, am 18. und 19. Juni in Berlin, stehen Effizienz und Nachhaltigkeit im Werk, digitale Prozesse, Maschinelles Lernen, KI, Kreislaufwirtschaft, Cybersicherheit und Environmental Social Governance.
Freuen Sie sich auf den fundierten fachlichen Austausch mit Referenten von Zulieferern, Automobilherstellern, Entwicklungsdienstleistern und Start-ups sowie auf die exklusive Führung durch das Mercedes-Benz-Werk am Standort Berlin-Marienfelde. Am Kompetenzzentrum für die Digitalisierung der Produktion wird auch an humanoiden Robotern geforscht. Daneben produziert der Standort den neuen Axial-Fluss-Motor für AMG. Diskutieren Sie mit!

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Das Unternehmen kombiniert seine Engineering-Kompetenz mit den Nvidia-Entwicklungen und adressiert eigenen Angaben zufolge typische Hürden an Schnittstellen zwischen Entwicklung, IT und Produktion. Viele Unternehmen scheiterten bei der Einführung von KI-gestützten Ansätzen nicht an fehlenden Ideen, sondern an fragmentierten Daten, inkompatiblen Tools sowie an fehlenden interdisziplinären, strukturierten Ansätzen und Prozessen, heißt es in einer Mitteilung.

Mit einer durchgängigen digitalen Arbeitsumgebung wird laut EDAG der industrielle Wertschöpfungsprozess in einem gemeinsamen Kontext zusammengeführt. Das schaffe Transparenz, beschleunige Entscheidungen und erhöhe die Umsetzungssicherheit komplexer Industrieprojekte.

AI-Readiness-Check als Einstieg

Einen Einstieg zur Ermittlung des unternehmensspezifischen Reifegrads bietet EDAG bestehenden und potenziellen Kunden anhand eines AI-Readiness-Checks an. Dabei wird zunächst der digitale Reifegrad entlang des gesamten Produktentstehungsprozesses analysiert: von Datenverfügbarkeit und Organisation bis zur IT-Landschaft. Darauf aufbauend entwickelt EDAG nach eigenen Angaben eine klare Umsetzungs-Roadmap mit priorisierten Anwendungsfällen und Wirtschaftlichkeitsbewertung.

Referenzarchitekturen und Best Practices fließen laut EDAG direkt in den AI-Readiness-Check und die Umsetzungs-Roadmaps ein, sodass Kunden frühzeitig erkennen, welche Komponenten – von Hardware über Software bis zu Prozessen – optimal zu ihrem Zielbild passen.

Modular und flexibel einsetzbar

Als zentrale Integrations- und Kollaborationsumgebung mit KI-Funktionalitäten verknüpft die Industrial-Metaverse-Plattform Metys nach Herstellerangaben Entwicklungsdaten, 3D-Modelle und Projektinformationen und macht komplexe Zusammenhänge visuell verständlich. Die Plattform ist modular aufgebaut und flexibel betreibbar: On-Premise oder in einer Cloud. Bestehende Systeme wie CAD, PLM, ERP oder IoT-Anwendungen werden dabei intelligent angebunden, wie EDAG mitteilt.

Physical AI für Robotik

Mit dem Ansatz der Physical AI überträgt EDAG KI-Elemente aus der virtuellen Welt in die reale Produktion – etwa in der Automatisierung und Robotik. Digitale Zwillinge von Produkten und Fabriken ermöglichen es nach Unternehmensangaben, Prozesse und Anlagen zunächst virtuell zu entwickeln und zu testen, bevor sie physisch umgesetzt werden.

Der Mehrwert liege im sicheren Sim-to-Real-Transfer: Virtuelle Modelle werden mit Engineering-Erfahrung kombiniert, sodass Ansätze auch unter realen physikalischen Bedingungen funktionieren. Der Einsatz von Physical AI in der Robotik und Reinforcement Learning eröffne neue Möglichkeiten der Automatisierung, die bislang weder prozesssicher noch wirtschaftlich realisierbar waren, wie EDAG mitteilt.

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