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Vorstellung des Audi Q8: Der will hoch hinaus

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Audi Q8 50 TDI Quattro und Audi Q8 50 TFSI im Test

Wir fuhren jetzt die beiden Motoren, die auch zur Markteinführung angeboten werden: den Audi Q8 50 TDI Quattro und den Audi Q8 50 TFSI, beide kombiniert mit dem obligaten Allradantrieb Quattro und einer Acht-Gang-Tiptronic. Beide Motoren werden als Mildhybrid-Versionen gebaut, also mit einem Riemen-Starter-Generator, der beim Verzögern bis zu 13 kW der Bremsenergie in seine 10 Ah-Lithiumionenbatterie unter dem Kofferraum zurückholen kann.

Dort wird sie zum erstaunlich schnellen und geräuscharmen Starten wieder abgerufen oder für den Einsatz von nicht ständig benötigten Nebenaggregaten genutzt. Außerdem unterstützt sie das Segeln, weil der Motor komplett ausgeschaltet werden kann. In der Summe soll damit ein Kraftstoffersparnis bis zu 0,7 Litern möglich sein.

Zum Marktstart bringt Audi den Q8 3.0 TDI mit 286 PS / 210 kW. Der bringt es auf ein maximales Drehmoment von 600 Newtonmetern (Nm). In 6,3 Sekunden soll er die mindestens 2,2 Tonnen auf 100 km/h beschleunigen und eine Höchstgeschwindigkeit von 245 km/h erreichen. Anfang kommenden Jahres folgen ein kleinerer Drei-Liter-Diesel mit 231 PS (170 kW) im Audi Q8 45 TDI und ein Sechszylinder-Benziner mit 340 PS (250 kW) im Audi Q8 55 TFSI.

Kunde kann zwischen Stahl- und Luftfederung wählen

Beim Q8 kombiniert Audi die Progressivlenkung mit einer Hinterachslenkung, die den Wendekreis erstaunlich verringert und bei hohen Geschwindigkeiten die Stabilität erhöht. Der Allradantrieb Quattro gehört natürlich zum Serienumfang. Bei den Fahrwerken kann der Kunde wieder zwischen Stahl- und Luftfederung wählen. Einstellbar sind beide. Aber in Sachen Komfort und Geländetauglichkeit liegt die Luftfeder natürlich vorn. So kann sie zum Beispiel die Karosserie um 90 Millimeter anheben. Auch ein mechanisch arbeitendes Mittendifferenzial ist an Bord.

Bei unseren Touren in die Höhe und in die Wärme oder Kälte konnten wir beide Drei-Liter-Motoren erleben, immer in Kombination mit der Luftfeder. Müßig zu erwähnen, dass beide Motoren mehr als ausreichend Power anbieten. Überraschend fanden wir da schon eher, wie wenig Geräusche im Innenraum ankommen, obwohl unsere Q8 mit 22 Zöllern die maximale Bereifung untergeschnallt hatten.

Wie erwartet, trug uns dieser Antrieb auch mit Sommerreifen ganz selbstverständlich und klaglos über die kurzen Schneeetappen, schlechte Wege und durch das Gelände. Nicht gerechnet hatten wir in der trockendsten Wüste der Welt mit Wasserdurchfahrten. Auch damit gab es keine Probleme, aber spektakuläre Fotos, bei denen ich leider am Steuer saß.

Audi Q8 rundum gelungen

Bei der Bedienung hat sich nun auch Audi vollständig auf den Bildschirm eingelassen. Mit ein paar Shortcuts, einer guten Aufteilung der Funktionen zwischen den beiden mittleren Touchscreens, einer verbesserten Spracherkennung und flacheren Strukturen nähern sich die Ingolstädter dem zur Zeit möglichen Optimum an.

Aber ebenso, wie wir früher die Unmenge der Schalter bemängelten, bleibt heute nicht viel mehr als diese Feststellung: Auch die Besten sind noch nicht da, wo sie sein sollten. Die Bedienung kostet zu viel Aufmerksamkeit. Wer hier den Durchbruch schafft, könnte von einem echten Vorsprung durch Technik sprechen. Aber wir wollen nicht vergessen, wo wir herkommen. Früher mussten wir eine Handvoll Funktionen steuern, heute Dutzende. Und die bringen nicht nur Komfort und Kommunikation, sondern in erster Linie Sicherheit.

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Wohin man auch blickt: Scheinwerfer, Assistenzsysteme, Ausstattungen oder Individualisierungsmöglichkeiten – der Audi Q8 passt zum Anspruch der Ingolstädter Marke. Die Macher haben sich Respekt verdient. Das konnte auch der Staub der Wüste und der überraschende Schlammschwall nicht verdecken.

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