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Vorstellung des Audi Q8: Der will hoch hinaus

| Autor/ Redakteur: ampnet/Peter Schwerdtmann / Svenja Gelowicz

Audi hat sein neuestes Modell vorgestellt: den Q8. Mit dem folgen auch die Ingolstädter weiter dem Trend vom gesellschaftsfähigen Geländewagen der Kategorie SUV hin zum viertürigen Groß-Coupé.

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Zum Marktstart bringt Audi den Q8 3.0 TDI mit 286 PS / 210 kW. Der bringt es auf ein maximales Drehmoment von 600 Newtonmetern (Nm). In 6,3 Sekunden soll er die mindestens 2,2 Tonnen auf 100 km/h beschleunigen und eine Höchstgeschwindigkeit von 245 km/h erreichen.
Zum Marktstart bringt Audi den Q8 3.0 TDI mit 286 PS / 210 kW. Der bringt es auf ein maximales Drehmoment von 600 Newtonmetern (Nm). In 6,3 Sekunden soll er die mindestens 2,2 Tonnen auf 100 km/h beschleunigen und eine Höchstgeschwindigkeit von 245 km/h erreichen.
( Bild: Audi )

Mit dem Audi Q8 wollen die Ingolstädter besonders hoch hinaus. Bei der ersten Bekanntschaft in der chilenischen Atacama-Wüste schaffte er es bis auf 4.250 Meter, immerhin eine Höhe, bei der Mensch und Maschine so langsam die Puste ausgeht. Der Audi kann da oben auf seinen Turbolader zurückgreifen und sich über die S-Stellung der Acht-Gang-Tiptronic zusätzliches Drehzahlniveau genehmigen. Der Mensch muss ganz allein tiefer durchatmen. Aber das Erlebnis, auch in dieser Höhe von zuverlässiger Technik durch atemberaubende Natur gefahren zu werden, ist schon einen tiefen Seufzer wert.

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Auf der anderen, der südamerikanischen Seite der Welt sind die Sorgen von daheim ganz weit weg. Da können sich alle noch ganz auf das neue viertürige Coupé aus dem Hause Audi konzentrieren. Verdient haben die Entwickler das, wie bei den ersten Probefahrten deutlich wird, bei denen der Neue nicht nur Höhenmeter, sondern auch eine Temperaturdifferenz von minus 9 Grad bis plus 30 Grad bewältigen musste – typisch für diese Tage im tiefen Winter in der Atacama.

Der Trend hin zum viertürigen Groß-Coupé

Mit dem Q8 folgt auch Audi weiter dem Trend vom gesellschaftsfähigen Geländewagen der Kategorie SUV hin zum viertürigen Groß-Coupé. Die entfernen sich zusehends vom immer noch nützlich wirkenden Kastenwagen. Sie stellen eine neue Gattung dar, an deren Erfolg nur ihre Pioniere glaubten. Der Widerspruch schien zu groß. Groß bis pompös oder dynamisch mit sportlicher Eleganz – diese Begriffspaare schienen unvereinbar. Doch entscheidend ist der Kunde. Der mag das große, luxuriöse und dynamisch wirkende Hoch-Coupé mit riesigem Innenraum und einer Ladekapazität, die jedem Kombi – Gott habe ihn selig – zu Ehre gereichen würden. Ob SUV oder SAV – es wird Zeit, für diese Gattung eine neue dreibuchstabige Abkürzung zu finden.

Dem Gattungsbegriff SUV zum Trotz beziehen sich die Audi-Designer um Marc Lichte beim Q8 auf die sportlichen Ursprünge der Marke, auf den Audi Sport, genannt „der Kurze“, das Homologationsmodell für den legendären Rallye-Quattro. Der leistete 300 PS, wog keine 900 Kilogramm und fiel mit drei Merkmalen besonders auf: kurzer Radstand, kleine Fensterflächen wegen hoher Schultern und die extrem ausgestellten, eckigen Quattrobacken, die Platz für breite Rennschlappen schufen.

Audi Q8: kürzer, aber breiter als der Q7

Diese Quattrobacken finden sich beim Q8, wenn auch deutlich dezenter. Ebenso die hohe Gürtellinie mit den extrem breiten Schultern und die schwarz unterlegte Partie für die Leuchten am Heck. Auch diese Elemente unterscheiden den Q8 vom Q7. Nur der Radstand ist mit 2,99 Metern gleich. In der Länge fehlen dem Q8 im Vergleich mit dem Q7 genau 66 Millimeter. Dafür misst er in der Breite 27 Millimeter mehr und steht möglichst auf noch größeren Rädern, in der Serie auf 19 Zoll, bis 22 Zoll passen in die Backen.

Die Silhouette hat mit der flacher stehenden A-Säule und der sanft nach Art des Coupés abfallender Dachlinie wenig von einem Kastendesign. Dennoch bleibt auch hinten verschwenderisch viel Platz für Kopf, Knie und Ellenbogen. Auch das Gepäck kommt nicht zu knapp davon. Der 605 Liter große Gepäckraum lässt sich mit der um 100 Millimeter nach vorn verschiebbaren Rücksitzbank vergrößern. Maximal möglich sind 1.775 Liter. Zur Zuladung liegen zur Zeit noch keine Daten vor, Aber immerhin wissen wir schon, dass der Drei-Liter-Diesel mindestens 2.145 Kilogramm wiegen wird.

Im Angebot: Audi Q8 mit Head-up-Display

Beim Innenraumdesign hat Audi seine Position gegenüber den Münchnern und den Stuttgartern behaupten können. Während die Münchner sich mit ihren Instrumenten- und Bildschirm-Clustern nach wie vor am ehesten die Bezeichnung Cockpit verdient haben und die Stuttgarter sich mit einem eher opulenten Stil profilieren, betont Audi wieder die typische neue Sachlichkeit. Unterhalb der bekannten, von B-Säule zu B-Säule umlaufenden Wrap up-Line gliedern sich nun klar getrennte Bereiche über die ganze Breite an, die von schwarzem Klavierlack-Glanz dominiert werden.

Die Mitte über dem Tunnel beherrschen zwei Touchscreens, einer mit 10,1 Zoll für Infotainment und Navigation, darunter der für Lüftung und Klima mit 8,6 Zoll. Wer will, kann ein virtuelles Cockpit dazu kombinieren (12,3 Zoll). Auch ein Head up-Display ist im Angebot. In der Summe mit der aufwendigen Bestuhlung (S-Sportsitze mit integrierter Kopfstütze als Serie oder optionale Individualkontursitze), den verwendeten Materialien, der nach wie vor hervorragenden Verarbeitung entsteht ein Ambiente, das seine Insassen mit einer unaufdringlichen, offenbar selbstverständlichen Eleganz umfängt.

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