Im Frühjahr kommt die dritte Generation des SUV-Bestsellers VW Tiguan in den Handel. Er steht auf dem weiterentwickelten modularen Querbaukasten vieler VW-Modelle. Ein neuer Plug-in-Hybrid lässt aufhorchen.
Anfang nächsten Jahres startet die dritte Generation des VW Tiguan.
(Bild: VW)
Er ist zweifellos eine weltweite Ikone, der VW Tiguan. Seit 2007 gut acht Millionen Mal gebaut, war er lange Zeit das meistverkaufte SUV in Europa. Trotz Zeitenwende hin zum Strom und firmeneigener Konkurrenz durch den etwas kleineren T-Roc gilt er nach wie vor als solider Erfolgsgarant in der VW-Familie.
Der neue Tiguan läuft ab Herbst 2023 in Wolfsburg vom Band und kommt im ersten Quartal 2024 in den Handel. Er setzt weiterhin auf klassische Werte, garniert diese aber mit einer langen Liste an moderner Technik wie in Summe gleich 20 Assistenzsystemen oder einem neuen Cockpit im Stil der elektrischen ID-Modelle. VW hat aber auch auf die Kunden gehört. Es gibt wieder einen analogen Drehschalter statt unpraktischer Wischerei wie zum Beispiel beim Einstellen der Audio-Lautstärke.
Eine schwierige Aufgabe für die Designer und Techniker. Wie verbessert man ein beliebtes SUV mit klassischen Verbrennern unter der Motorhaube, obwohl doch alle Zeichen in Richtung E-Auto gehen. Zum Beispiel, indem man den zögernden Kunden eine Brücke von der alten zur neuen Welt baut.
Einen Plug-in-Hybrid mit per Steckdose nachladbarer Batterie, in dem ein Ottomotor und ein E-Motor zusammenarbeiten, gab es schon beim bisherigen Tiguan. Der hatte jedoch eine elektrische Reichweite von nur rund 50 Kilometer und konnte nur an schwachen Stromquellen nachgeladen werden.
Plug-in-Hybrid mit 100 Kilometern Reichweite
Obwohl es in Deutschland keine Förderung mehr gibt, setzt VW beim neuen Tiguan wieder auf die Doppelherz-Technik. Jetzt allerdings mit einer fast 20 kWh-Batterie, der Möglichkeit zum Schnellladen bis 50 kW und einer realistischen Reichweite von 100 Kilometern. Das könnte Pendler mit grünem Gewissen anlocken und sie reif machen für den wohl in zwei Jahren kommenden Tiguan ID, der dann ohne Kraftstofftank und Abgastechnik auskommen wird und sich unterhalb des jetzigen ID-SUV seinen Platz sucht.
Für die Traditionalisten, die immer noch in der Mehrheit sind, hat VW die Zweiliter-Benziner und -Diesel überarbeitet, die bis zu 195 kW/265 PS bieten. auch als Allradler zu haben sind und dabei bis zu 2,3 Tonnen ziehen können.
Die Sparfüchse unter den Verbrenner-Fans können sich für den 1,5-Liter-Benziner mit Mildhybrid-Technik entscheiden, der als einziger Tiguan die 48 Volt-Technik mit Startergenerator bereitstellt, dank elektronischer Steuerung je nach Fahrsituation zwei der vier Zylinder oder sogar den kompletten Motor zeitweise abschaltet. Dieser e-TSI ist mit 36.600 Euro wohl das Einstiegsmodell in die neue Tiguan-Welt.
Optisch nur leichte Änderungen
Mit Blick auf die Optik müssen sich derzeitige Tiguan-Eigner nicht grämen. Die Veränderungen sind dezent gehalten. So wurde die Frontpartie an die ID-Flotte angepasst. In den schmaleren Scheinwerfern gibt es auf Wunsch auch das sogenannte anpassungsfähige „IQ-Light“ mit HD-Matrixscheinwerfern, das schon aus dem Flaggschiff Touareg bekannt ist und für ein sensationelles Lichterlebnis sorgen soll, ohne dabei die Entgegenkommenden zu blenden. Am Heck ziehen sich die Rückleuchten jetzt ein Stück weit um die Seiten herum und wachsen in der Mitte zu einem durchgehenden Band zusammen.
Die Maße des Neulings änderten sich kaum. 3,2 Zentimeter länger (jetzt 4,55 Meter), die Höhe legt um 5 Millimeter auf 1,64 Meter zu. Breite (1,94 m) und Radstand (2,68 m) blieben gleich. Wie gehabt also reichlich Platz auch auf den Rücksitzen, mehr sogar fürs Gepäck. Mit einem Plus von 33 Litern steigt das Kofferraum-Volumen hinter den Rücksitzen auf 648 Liter. Das alles im Wohlfühlklima des neugestalteten Innenraums.
Innenraum mit ID-Flair
Der erinnert jetzt an das Elektro-Flaggschiff ID 7. Der Verzicht auf den Schalthebel in der Mittelkonsole schafft neue Luftigkeit zwischen den Sitzen. Das Doppelkupplungsgetriebe wird jetzt mittels eines knubbeligen Schalters rechts hinterm Lenkrad bedient. Am bisherigen Standort ist jetzt ein Drehschalter mit OLED-Display zu finden, der nicht nur für die Lautstärke des Audio-Systems verantwortlich ist. Mit ihm können auch die verschiedenen Allrad-Programme oder die Lichtstimmung eingestellt werden. Es lebe das Analoge.
Viele Funktionen wandern dennoch auf das je nach Version bis zu 15-Zoll-Display, das das Zentrum des Cockpits beherrscht. Der große Monitor wird durch ein weiteres Display direkt hinterm Lenkrad ergänzt. Es kann individuell gestaltet werden, von der klassischen Ansicht mit Rundinstrumenten bis hin zum Navi-Mode, bei dem die Karte ins direkte Sichtfeld eingespielt wird. Hinzu kommt auf Wunsch ein neues Head-Up-Display, das alle Infos direkt virtuell in die Windschutzscheibe projiziert.
Viele der Innovationen wurden möglich, weil der Tiguan jetzt auf einem weiterentwickelten MQB-Baukasten basiert. Dieser Unterbau dient vielen Konzern-Marken. Dadurch können die Entwicklungskosten auf mehrere Schultern verteilt werden. Die neue MQB-Version trägt den Zusatz „evo“ und wird neben dem Tiguan für den neuen Passat-Kombi und ab 2024 auch für das Facelift des Golf genutzt. Davon profitieren auch Skoda-Modelle wie der Kodiaq oder der Superb. Weitere Marken sollen folgen.
Stand: 08.12.2025
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Parkassistent mit Erinnerungsfunktion
Ein Beispiel für die gemeinsame Verwendung ist die Entwicklung des neuen Parkassistenten. Er ermöglicht das Speichern eines Vorgangs wie das Einparken in einen Carport oder in eine Garage. Erreicht der Fahrer das nächste Mal einen bekannten Wegpunkt wie die Auffahrt des heimischen Grundstücks, erinnert sich die Elektronik. Die weitere Arbeit übernimmt eine Smartphone-App, mit der der zuvor ausgestiegene Fahrer seinen Tiguan bis zur Ruheposition fernsteuert. Umgekehrt kann damit auch ausgeparkt werden. Hilfreich bei engen Garagen. Insgesamt stehen 20 Assistenzsysteme bereit, einige serienmäßig andere gegen Aufpreis in verschiedenen Paketen.
Noch ist nur der Grundpreis von 36.600 Euro bekannt, weitere Daten der einzelnen Modelle sollen ebenso folgen wie deren Verbrauchs- und Leistungsangaben. Ab Frühjahr 2024 geht´s dann auf die Straße.