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Škoda VW-Tochter baut neues Motoren-Testzentrum

| Redakteur: Christian Otto

Škoda hat den Grundstein für ein neues Aggregate-Prüfstandszentrum gelegt. In die Erweiterung des bestehenden Technologie- und Entwicklungszentrums in Česana investiert die Marke über 34 Millionen Euro.

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Das neue Motoren-Prüfzentrum ist für die Wachstumsstrategie von Škoda nötig. Darüber hinaus übernimmt es auch Prüfaufgaben des VW-Konzerns.
Das neue Motoren-Prüfzentrum ist für die Wachstumsstrategie von Škoda nötig. Darüber hinaus übernimmt es auch Prüfaufgaben des VW-Konzerns.
(Skoda)

Das Herzstück der Anlage sind 21 neue Motoren- und Komponenten-Prüfstände. Diese werden auch benötigt, da die Marke bis 2018 die Verkäufe auf mindestens 1,5 Millionen Fahrzeuge steigern möchte. Im Rahmen dieses Wachstumsziels planen die Tschechen, künftig alle sechs Monate ein neues oder überabeitetes Modell auf den Markt zu bringen. Prof. Dr. h.c. Winfried Vahland, Vorstandsvorsitzender Škoda Auto betonte deshalb die Notwendigkeit dieses Projektes: „Es liegt auf der Hand, dass eine solche Modelloffensive Investitionen in allen Bereichen erfordert. Auch und gerade in der Technischen Entwicklung. Das neue Motoren-Testzentrum ist eine wichtige Investition für eine erfolgreiche Zukunft der Marke Škoda.“

Bereits heute leistet Škoda wichtige Entwicklungsarbeiten im Rahmen des Konzernverbundes bei elektrischen Komponenten, Bremsen, Getrieben und Motoren. Die Gesamtinvestition dieser ersten Ausbaustufe beläuft sich auf über 34 Millionen Euro. Dafür wird der tschechische Automobilhersteller einen neuen Gebäudekomplex in Česana errichten, mit Anbindung an das bestehende Gelände der Technischen Entwicklung von Škoda.

Prüfzentrum übernimmt auch Aufgaben von VW

Das neue Aggregate-Prüfstandszentrum verfügt nach seiner Fertigstellung über 15 Motorprüfstände mit Leistungen von 250 bis 400 kW. Damit sind zukünftig auch hochdynamische Tests auf dem leistungsstärksten 400-kW-Prüfstand möglich, wie sie zum Beispiel für die Motorsportaktivitäten der Marke nötig sind. Sechs weitere spezielle Prüfstände setzen die Ingenieure für Funktions- und Dauertests einzelner Komponenten und Systeme der Verbrennungsmotoren ein. Mit Hilfe dieser Prüfstände lässt sich die richtige Funktion und Lebensdauer der Motorenteile effizient überprüfen sowie über einen dieser sechs Komponenten-Prüfstände auch das akustische Verhalten der Aggregate beurteilen.

Im Rahmen der Erweiterung plant Škoda, neben der schon bestehenden 1.800 Köpfe großen Mannschaft, neue Arbeitsplätze für die Technische Entwicklung ein. Mindestens 40 Spezialisten sollen nach und nach eingestellt werden. Der neue Aggregate-Prüfstandszentrum wird unter Verwendung modernster Technologien auch umweltfreundlich gestaltet: Die Leistungsprüfstände sind dann beispielsweise imstande, Strom ins Versorgungsnetz zurückzuleiten oder für den direkten Verbrauch im Gebäude zur Verfügung zu stellen.

Škoda prüft vor Ort zukünftig nicht nur für die eigene Marke, sondern führt auch Entwicklungsaufträge für den Konzern und die anderen beteiligten Marken durch. Im Bereich der Aggregate zählt dazu aktuell etwa die Entwicklung neuer MPI-Vierzylinder-Motoren.

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