Automobilzulieferer Wegen Chipkrise: Heinze-Gruppe meldet Insolvenz an

Autor: Svenja Gelowicz

Der Kunststoffspezialist Heinze nennt die Bänderstillstände der Autobauer als Grund für seine finanzielle Schieflage. Nun hat der Zulieferer Insolvenz angemeldet.

Die Produktionsstopps treffen viele Zulieferer schwer. Heinze Kunststofftechnik muss Insolvenz anmelden.
Die Produktionsstopps treffen viele Zulieferer schwer. Heinze Kunststofftechnik muss Insolvenz anmelden.
(Bild: ©Birgit Reitz-Hofmann - stock.adobe.com)

Der Kunststoffspezialist Heinze, der seinen Hauptsitz in Herford (Nordrhein-Westfalen) hat, ist insolvent. Das vermelden mehrere Medien, unter anderem das „Westfalen-Blatt“, mit Verweis auf das Unternehmen. Von der Schieflage des Automobilzulieferers sind 730 Beschäftigte betroffen. Die Heinze-Gruppe setzt sich aus mehreren Tochterunternehmen zusammen, drei davon sind laut der Zeitung nicht von der Insolvenz betroffen.

Heinze beliefert demnach Autobauer wie BMW, Mercedes-Benz oder Porsche mit Teilen für die Innenausstattung. Die Fertigungsunterbrechungen wegen der fehlenden Elektrochips hätten bei Heinze einen Auftragsstopp verursacht. Inhaber und Geschäftsführer Jörg Tilmes sagte dem „Westfalen-Blatt“: „Die Autobauer produzieren nicht mehr, weil sie keine Halbleiter mehr bekommen. Also brauchen sie auch keine Kunststoffteile mehr.“

Knapp 8 Millionen Fahrzeuge weniger

Wegen der fehlenden Halbleiter dürften der Branche dieses Jahr Einnahmen in Höhe von 210 Milliarden US-Dollar (179 Milliarden Euro) entgehen, heißt es in einer Analyse der Beratungsfirma Alix Partners vergangenen Donnerstag. Demnach werden dieses Jahr wohl 7,7 Millionen Fahrzeuge weniger produziert als geplant.

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Redakteurin im Ressort Management