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Motorsport Engineering Wie geht es mit der DTM weiter?

| Autor: Jens Scheiner

Nachdem bereits die Formel 1 ihren überarbeiteten Rennkalender vorgestellt hat, zieht nun auch die DTM nach. Der geplante Saisonauftakt musste allerdings schon wieder abgesagt werden.

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Die Deutschen Tourenwagen-Meisterschaft hat ihren überarbeiteten Rennkalender bekannt gegeben.
Die Deutschen Tourenwagen-Meisterschaft hat ihren überarbeiteten Rennkalender bekannt gegeben.
(Bild: DTM)

Kurz nach der Bekanntgabe des überarbeiteten DTM-Kalenders mit zehn Rennen im Jahr 2020 gibt es bereits eine erste Absage: Der für den 11. und 12. Juli geplante Saisonauftakt auf dem Norisring wurde von der Stadt Nürnberg abgesagt. Laut einer Pressemitteilung aus dem Rathaus berufe man sich auf die in der Corona-Krise geltenden Infektionsschutzverordnung sowie auf ein Verbot von Großveranstaltungen bis Anfang September.

Drei Doppelrennen als neues Format

Demzufolge findet der Saisonauftakt nun am 1. und 2. August in belgischen Spa-Francorchamps statt und wird lediglich als Zweitagesveranstaltung durchgeführt. Für gewöhnlich schlägt die DTM ihre Zelte von Freitag bis Sonntag auf. Laut „Motorsport-Total.com“ hat die Behörde bereits grünes Licht für den Ardennekurs gegeben. Dem Auftritt in Belgien folgt eine Doppelausgabe auf dem Lausitzring am 15. und 16. sowie am 22. und 23. August. Weiter geht es am 5. und 6. September im niederländische Assen, bevor die DTM mit einem weiteren Doppelrennen an den Nürburgring kommt (12./13. sowie 19./20. September).

Danach geht es zum letzten Doppelheader am 10. und 11. sowie 17. und 18. Oktober im belgischen Zolder. Das Finale der DTM-Saison 2020 soll am 7. und 8. November auf dem Hockenheimring stattfinden. Allerdings bleibt hier abzuwarten, ob der Winter den Organisatoren nicht einen Strich durch die Rechnung macht.

Zukunft der DTM offen

Auch steht die Zukunft der DTM über die Saison 2020 hinaus in den Sternen: Nachdem sich bereits Mercedes, Aston Martin und zuletzt auch Audi von der Deutschen Tourenwagen-Meisterschaft verabschiedet hatten, bleibt mit BMW nur noch ein Hersteller der Rennserie treu. BMW will mit seinen sechs werksseitig eingesetzten BMW M4 DTM-Teams die Saison zu Ende fahren und dann entscheiden wie es weitergehen soll. „Unser Fokus liegt voll und ganz auf der Saison 2020“, sagt Jens Marquardt, BMW Group Motorsport Direktor. „Es ist nicht an BMW allein, eine Entscheidung für die Saison 2021 zu treffen. Es gilt jetzt, sich gemeinsam im Rahmen der ITR-Gremien über die Auswirkungen des Audi-Ausstiegs im Detail klarzuwerden und diese aufzuzeigen. Wenn das geschehen ist, wird man sehen, was das für die DTM, das zugrunde liegende Class-1-Reglement und die Zukunft bedeutet“, so Marquardt weiter.

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 Jens Scheiner

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Redaktioneller Mitarbeiter Online/Print, Redaktion AUTOMOBIL INDUSTRIE