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Internationaler Produktionsausbau ZF montiert Achsen nun auch in Malaysia

| Redakteur: Christian Otto

Malysia gehört zu den aufstrebenden „Next-15-Staaten“ und bietet dem Friedrichshafener Zulieferer ein hohes Marktpotenzial. Deshalb eröffnet ZF vor Ort ein neues Montagewerk, das die BMW-Gruppe mit Vorder- und Hinterachsen beliefert.

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Die Mitarbeiter am neuen Standort in Kulim montieren Achsensets für BMW- und Mini-Modellreihen.
Die Mitarbeiter am neuen Standort in Kulim montieren Achsensets für BMW- und Mini-Modellreihen.
(Foto: ZF)

Im malaysischen Kulim, rund 350 Kilometer nördlich der Hauptstadt Kuala Lumpur, hat ZF Ende November 2013 einen weiteren Montagestandort für Pkw-Achsen eröffnet. In dem neuen Werk auf der malaiischen Halbinsel montieren zunächst 74 Mitarbeiter Achsen für die Produktion des nahegelegenen BMW-Werks.

„Die Eröffnung in Kulim zeigt, dass ZF in Märkten mit Potenzial frühzeitig Fertigungsstandorte aufbaut“, sagte der ZF-Vorstandsvorsitzende Dr. Stefan Sommer anlässlich der offiziellen Eröffnung am 27. November 2013. Malaysia zählt ebenso wie Thailand, wo ZF bereits vor elf Jahren mit der Pkw-Achsmontage startete, zu den sogenannten „Next-15-Staaten“. In diesen Ländern erwarten Experten bis 2020 einen deutlichen Anstieg der Automobilnachfrage. Viele Hersteller – und Zulieferer wie ZF – bauen daher bereits Produktionskapazitäten vor Ort auf, um eine gute Startposition für die absehbare Marktdynamik zu haben.

ZF-Präsenz in Asien-Pazifik-Region seit 1981

ZF beginnt in Kulim zunächst mit der Montage sogenannter CKD-Achsen („Completely Knocked Down“), das heißt die Baugruppen der Achsensets werden von anderen ZF-Standorten angeliefert und dann zusammengesetzt. ZF-Kunde vor Ort ist die BMW-Gruppe; die Vorder- und Hinterachsen werden in mehreren BMW- und Mini-Modellreihen eingesetzt. „Das neue Werk in Kulim ist eine Erweiterung unseres weltweiten Netzwerks von Achsmontagestandorten. Es profitiert seinerseits von den bereits in der Region vorhandenen Fertigungskapazitäten und unseren Erfahrungen in der Region Asien-Pazifik“, sagte Dr. Peter Holdmann, der in der ZF-Division Pkw-Fahrwerktechnik das internationale Geschäft mit Pkw-Achssystemen verantwortet.

Seit 1981 ist ZF mit einer Vertretung in der Region Asien-Pazifik präsent, seit 2005 bündelt dort die ZF-Dependance in Singapur die Marktaktivitäten des Konzerns. 2012 setzte der Konzern hier 3,18 Milliarden Euro um. Davon entfielen rund 2,1 Milliarden Euro auf China, den wichtigsten Einzelmarkt. Insgesamt beschäftigt ZF heute nahezu 8.000 Mitarbeiter in der Region Asien-Pazifik.

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