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Additive Fertigung 3D-Druck in Serie bei Rolls Royce

Autor / Redakteur: Tina Rumpelt / Thomas Günnel

Das „Additive Manufacturing Center“ im Münchner Forschungs- und Innovationszentrum der BMW Group hat ein Etappenziel erreicht: „Gedrucktes“ für die Serie. Bis zur Großserie ist der Weg aber noch weit.

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Unscheinbar und doch Meilensteine: Kunststoffhalterung aus dem 3-D-Drucker für Rolls-Royce.
Unscheinbar und doch Meilensteine: Kunststoffhalterung aus dem 3-D-Drucker für Rolls-Royce.
(Bild: BMW/Günter Schmied)

Die schwarzen Kunststoffteile mit dem diskreten Doppel-R beeindrucken auf den ersten Blick nicht. Und doch sind sie Meilensteine: Die kaum streichholzschachtelgroßen Halterungen sind die ersten Bauteile aus dem 3-D-Drucker, die die BMW Group in einer Serienfertigung – bei Rolls-Royce – einsetzt. Rund 10.000 dieser Teile wurden bereits produziert und verbaut. Es sind Halterungen für den Warnblinker, die Türentriegelungstaste, die elektronische Parkbremse und eine Steckdose, die im Rolls-Royce Phantom verbaut werden.

Auch Lichtleiter-Clipse für das neue Rolls-Royce-Cabriolet Dawn entstehen im 3-D-Druck-Verfahren. Dr. Udo Hänle, Bereichsleiter für Produktionsstrategie, technische Integration, spricht mit Blick auf die Rolls-Royce-Teile von einem „weiteren, wichtigen Meilenstein auf dem Weg zum Einsatz in einer Großserie. Additive Technologien stellen für die BMW Group eine der wesentlichen Produktionsmethoden der Zukunft mit einem vielversprechenden Potenzial dar.“ Gefertigt werden die Rolls-Royce-Teile im „Additive Manufacturing Center“ (AMC) im Münchner Forschungs- und Innovationszentrum (FIZ) der BMW Group. Rund 30 Mitarbeiter arbeiten in dem Kompetenzzentrum, das mittlerweile einen ganz beachtlichen Output vorweisen kann.