Elektrisch angetriebene Kleinwagen Neue Elektro-Fahrzeugklasse: Aus Europa und bezahlbar
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Die EU führt eine neue Fahrzeugklasse ein. Sie soll günstige, kleine E-Autos ermöglichen. Das steckt dahinter.
Ein nasskalter Morgen im Pariser Poissy im Frühling 1948: der erste Prototyp eines Citroën rollt aus den Werkshallen – mit einer klaren Mission: Das spartanische Automobil muss zwei Bauern samt einem Sack Kartoffeln transportieren können und darf auf holprigen Feldwegen keine Eier im Korb zerbrechen. Und es sollte extrem billig sein; ursprünglich mussten 375 Kubikzentimeter Hubraum, neun PS und ein Scheinwerfer reichen. Voila, hier kommt die Ente. Bis 1990 war das Einfachauto im Angebot. Ein Youngtimer davon kostet heute rund 15.000 Euro.
Fast acht Jahrzehnte später steht die legendäre „Ente“ vor dem Comeback: als Elektroauto. Wieder möglichst einfach, leicht, klein und für 15.000 Euro Startpreis. Neu. Möglich wird das für Hersteller Stellantis durch ein Gesetzgebungsvorhaben der EU-Kommission: die neue M1E-Klasse, auch kurz E-Klasse genannt. Eine eigene Fahrzeugkategorie für kleine Elektroautos mit gezielten Industrieanreizen, allerlei Privilegien für die Besitzer und als Schutzwall gegen „Made in China”.
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