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5. Fachtagung Carbon Composites

| Autor/ Redakteur: Peter Königsreuther / Jens Scheiner

Zum 5. Mal können alle an Faserverbundwerkstoffen interessierten in Augsburg alles rund um dieses Trendthema erfahren.

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Zum 5. Mal können alle an Faserverbundwerkstoffen interessierten in Augsburg alles rund um dieses Trendthema erfahren.
Zum 5. Mal können alle an Faserverbundwerkstoffen interessierten in Augsburg alles rund um dieses Trendthema erfahren.
(Foto: Vogel Business Media)

Dominiert am 1. Dezember eher die Praxis, so steht der 2. Tag im Zeichen ausgesuchter Vortragsreihen zu allen wichtigen Branchen und Entwicklungen, samt Parallelausstellung.

Wie man hoch belastbare Compositebauteile für den Fahrzeugbau auslegen kann, wird beispielsweise Daniel Franitza von Voith Engineering Services verraten. Der Beitrag beschäftigt sich mit den aktuellen Herausforderungen, wie Optimierungsstrategien, Sicherheitskonzepten, multiphysikalischen Kopplungen und große Anzahl nachzuweisender Lastfälle aus der Sicht des Fahrzeugbaus. Dabei wird die rechnerische Nachweisführung mit den Mitteln der FEM und theoretischen Bewertung im Hinblick auf das Bauteilleben beleuchtet. Da die klassische Laminattheorie bei diesen Betrachtungen an ihre Grenzen stößt, sind Erweiterungen hinsichtlich Querschub und Quernormalspannungen notwendig, um moderne Versagenskriterien für Laminate nutzen zu können. Diese wurden in der Vergangenheit im Sinne des Postprozessings von FEM-Ergebnissen weiterentwickelt, um den Sicherheitsansprüchen an hochbelastete Strukturen genügen zu können.

Autobauer geben sich die Ehre

Katja Tenhaeff von der BMW Group aus München zeigt wie das Unternehmen mit Composites umgeht: In den vergangenen Jahrzehnten kam es in der Automobilindustrie zu einer Vervielfachung der Anzahl an Derivaten und Ausstattungspaketen. Um vor diesem Hintergrund Kosten und Komplexität zu begrenzen, verfolgen zahlreiche Automobil-OEMs Baukasten- oder Plattform-Strategien. Die Verwendung gleicher Komponenten oder Baugruppen in mehreren Derivaten führt zu einer Kostenreduktion durch geminderten Entwicklungs- und Logistikaufwand sowie durch Skaleneffekte in der Produktion. Nachteilig ist jedoch, dass bei einer Gleichteilverwendung über mehrere Derivate auf das Fahrzeug mit den höchsten mechanischen Anforderungen innerhalb des Clusters, dem sogenannten „Lead Fahrzeug“, ausgelegt werden muss. Dies führt zu funktional unnötigem Mehrgewicht – und damit auch Treibstoffverbrauch – in allen anderen Fahrzeugen. Die systematische Generierung von Bauteilen könnte einen effektiven Baukasten zur wirtschaftlichen Fertigung leichterer Fahrzeuge unterstützen.

Networking auf der Abendveranstaltung

Diese Beispiele sind nur ein kleiner Teil des Informationsspektrums auf der 5. Fachtagung Carbon Composites, die diesmal nicht im Congress-Turm, sondern auf dem Messegelände stattfinden wird. Deshalb gibt es auch beeindruckende Exponate der Aussteller zu sehen. Am ersten Tag zeigt die Schweiz in einer Keynote grenzüberschreitende Innovationen, danach geht es wahlweise zur Besichtigungstour zu Kuka oder zu SGL Carbon. Drei Tutorials zur Auswahl, die bei den besuchten Unternehmen angeboten werden. Bei der Riegele BierManufactur steigt dann die Abendveranstaltung mit ersten Gelegenheiten zum Networking und Fachsimpeln. Der zweite Tag lockt dann mit den Vortragsblöcken. Bauwesen, Luft & Raumfahrt, Maschinenbau und das Topic CFK bei OEMs heiße hierzu die Überschriften unter denen sich die oben genannten Vortragsbeispiele finden

Weitere Informationen finden Sie auf der offiziellen Homepage. Dort können Sie sich auch direkt anmelden.

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