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WLTP

Abgasmessung: Wie eine RDE-Fahrt praktisch funktioniert

| Autor/ Redakteur: Gernot Goppelt / Thomas Günnel

RDE-Messungen mithilfe portabler Messtechnik sollen verlässlich geringe Emissionen unter Realbedingungen sicherstellen. Worauf es dabei ankommt und wie sie funktionieren: ein Überblick.

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Das sogenannte PEMS, eine mobile Messeinheit, misst die Schadstoffe bei realen Fahrten auf der Straße.
Das sogenannte PEMS, eine mobile Messeinheit, misst die Schadstoffe bei realen Fahrten auf der Straße.
(Bild: Daimler)

Dem NOX-„Abgasskandal“ oder den „Vorfällen der vergangenen Jahre“, wie es das Bundesverkehrsministerium lapidar formuliert, ist es zu verdanken, dass RDE (Real Driving Emissions) ein Jahr früher kam als ursprünglich geplant. Seit 1. September 2017 müssen neu zu homologierende Fahrzeuge den Test durchlaufen, ab 1. September 2019 alle Neuwagen. Manch einen OEM brachte der vorgezogene Termin in die Bredouille, zeitweise musste die Vielfalt im Modellprogramm eingedampft werden, weil Hersteller, technische Dienstleister und Behörden mit der Arbeit nicht hinterherkamen.

Zentrales Tool für die RDE-Messung ist das Portable Emission Measuring System (PEMS), das für jedes zu testende Fahrzeug installiert werden muss – oft an der Anhängerkupplung, in Ausnahmenfällen auch schon einmal per Fahrradgepäckträger, erläutert Mathias Holle, den wir zum Thema befragten. Holle ist Fachspezialist für Abgas, Motor und Antriebsstrang beim Dekra Technology Center in Klettwitz .