Produktion

Additiv gefertigte Werkzeuge: klein und schnell

| Autor / Redakteur: Hartmut Hammer / Thomas Günnel

Die miniaturisierten Spannfutter von Mapal verfügen über dezentrale Kühlmittelaustritte, die den Kühlschmierstoff gezielt an die Wirkstelle befördern.
Die miniaturisierten Spannfutter von Mapal verfügen über dezentrale Kühlmittelaustritte, die den Kühlschmierstoff gezielt an die Wirkstelle befördern. (Bild: Mapal)

Seit 2014 hat der Werkzeughersteller Mapal additiv gefertigte Bearbeitungswerkzeuge im Programm. Jetzt überarbeitete er die Hydrodehn-Spannfutter: Nach dem Update sind sie kleiner, leichter – und ermöglichen eine präzisere und schnellere Bearbeitung.

Hydrodehn-Spannfutter: Der Nicht-Werkzeugbauer wird diesen Begriff vermutlich ein zweites Mal lesen. Der versierte Techniker weiß: Hier handelt es sich um eine Werkzeugaufnahme, die hydraulisch an jedem Punkt der Aufnahme gleichmäßig auf das geklemmte Werkzeug wirkt und es somit zentrisch und spielfrei hält. Bei höheren Temperaturen verstärkt sich dieser Effekt wegen des höheren Ausdehnungskoeffizienten des Öls, verglichen mit dem Grundkörper aus Stahl.

Additiv gefertigte Spannfutter halten dabei höhere Temperaturen (bis 170 Grad Celsius) und Kräfte aus und bieten neue Funktionen, verglichen mit mehrteiligen Konstruktionen mit Lötverbindung. Allerdings schlägt die additive Fertigung mit höheren Produktionszeiten und Kosten zu Buche als herkömmliche Verfahren.

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