Interieur An diesen Auto-Displays arbeiten die Zulieferer

Von Hartmut Hammer

E-Antrieb, autonomes Fahren, Connectivity – das Auto verändert sich derzeit dramatisch. Die Zulieferer wollen den Innenraum unter anderem mit neuen Display-Konzepten an die schöne neue Welt anpassen.

Die durchgehende Dekoroberfläche der Shy-Technik soll den Displaycharakter kaschieren sowie per punktueller Hinweise und Warnungen den Fahrer situationsgerecht informieren.
Die durchgehende Dekoroberfläche der Shy-Technik soll den Displaycharakter kaschieren sowie per punktueller Hinweise und Warnungen den Fahrer situationsgerecht informieren.
(Bild: Continental)

Fragt man Joachim Schuhbauer nach den Trends bei den immer größeren Displays im Fahrzeug, muss der Managing Director des Display-Spezialisten Semsotec nicht lange überlegen: „Frei geformte oder formbare Oberflächen und Abmessungen bis hin zu Projektionstechniken, teilweise mit 3D-Optik. Hinzu kommen innovative Bedienkonzepte mit Sprachsteuerung, Hovering, Gestensteuerung, Force-Sensing und Haptic Feedback. Sie werden zum Teil im Display, aber auch in anderen ‚smarten‘ Oberflächen umgesetzt“, umreißt er das Aufgabenspektrum. „Ziel ist ein aufgeräumter und einladender Fahrzeuginnenraum, mit Informationsflächen immer genau da und nur dann, wenn sie benötigt werden.“

Augenfälligster Ausdruck dieser schönen neuen Welt sind Displays mit gekrümmter Oberfläche. Continental hat nach eigenen Angaben das erste Automotive-Display mit gewölbter Oberfläche entwickelt, das gleichzeitig eine dreidimensionale Ansicht bietet. Aktuell im B-Muster-Status, könnte es 2023 oder 2024 in Serie gehen. Laut Continental hat die besondere Tiefenwirkung zur Folge, dass die Augen das Bild bis zu zehn Zentimeter vor dem Display schwebend wahrnehmen.