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Produktion

Anwenderkonferenz zur Prozess-Simulation

| Redakteur: Thomas Günnel

Simufact hat seine jährliche Anwenderkonferenz „Round Table Simulating Manufacturing“ in Marburg durchgeführt. Kerninhalt war die Fertigungssimulation in der metallbe- und verarbeitenden Industrie.

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Über 100 Teilnehmer nahmen an der Simufact-Anwenderkonferenz im Juni in Marburg teil.
Über 100 Teilnehmer nahmen an der Simufact-Anwenderkonferenz im Juni in Marburg teil.
(Bild: Simufact)

Die Anwenderkonferenz des Softwareunternehmens fand bereits im Juni statt und dient Anwendern als Plattform, um sich über aktuelle Fragen zur Prozesssimulation und ihre praktischen Anwendungsbereiche in der Fertigung auszutauschen. Auf großes Interesse stieß in diesem Jahr laut Unternehmen der „Scientific Workshop“ mit dem diesjährigen Themenschwerpunkt „Material“, der im Vorfeld der eigentlichen Kundenkonferenz stattfindet. Über 70 Teilnehmer aus Unternehmen und Hochschulen nahmen unter anderem an dem dreistündigen Workshop „Einführung zur Werkstofftechnik“ teil, in dem Dr. Marcel Graf von der Technischen Universität Chemnitz praxisnahes Grundlagenwissen zum Thema Material vermittelte. Peter Rittershofer, Gruppenleiter Berechnung der Witzenmann GmbH, stellte in seiner Präsentation die „Simulation der Herstellung von Wickelschläuchen und Verifizierung der funktionalen Eigenschaften“ vor. Für seinen Vortrag veranschaulichte Rittershofer an Demoteilen die Herausforderungen an die Simulation von Herstellprozessen für bewegliche und starre Wickelschläuche. Rund 25 Fachvorträge aus der Umform- und Schweißsimulation, unter anderem von Volkswagen, Prokos, SMS Group und der RWTH Aachen rundeten das Tagungsprogramm ab.

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Die Simufact Awards

Traditionell verlieh Simufact auf der Veranstaltung den mit eintausend Euro dotierten „Scientific Publication Award“ aus, mit dem das Hamburger Unternehmen besonders praxisrelevante Veröffentlichungen würdigt. Mit dem Artikel „Investigations of ductile damage during the process chains of toothed functional components manufactured by sheet-bulk metal forming“ überzeugte Hauptautor Kerim Isik von der Technischen Universität Dortmund die Simufact-Jury. Die Projektergebnisse dieser noch recht jungen Disziplin verdeutlichen, welche Bedeutung die Simulation unter anderem bei der Untersuchung duktiler Schädigung in Prozessketten einnimmt. Der „Customer Relationship Award“ ging in diesem Jahr an TE Connectivity, Hersteller von Steckverbindern, Sensoren und Bauelementen, für eine besonders intensive und vertrauensvolle Zusammenarbeit im Bereich der Umformung hochpräziser Blechbauteile.

Den „Customer Application Award“ nahm die in Pforzheim ansässige Witzenmann GmbH entgegen. Mit dieser Auszeichnung honoriert Simufact die sehr gute Zusammenarbeit beim Einbinden der Prozesssimulation in die virtuelle Produktentwicklung von Wickelschläuchen. Für eine überaus engagierte und kompetente Zusammenarbeit im Forschungsprojekt „DP Forge“ zeichnete das Softwareunternehmen die IEHK Aachen mit dem Academic Relationship Award aus. In jedem Jahr küren die Teilnehmer zudem unter allen Vortragenden die beste Präsentation, mit dem „Best Paper Award“. Auf der diesjährigen Veranstaltung erhielt der Vortrag „Simulation der Herstellung von Wickelschläuchen und Verifizierung der funktionalen Eigenschaften“ der Witzenmann GmbH den Publikumspreis.

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