Die künftige Modellstrategie des japanischen Herstellers bei E-Autos wird konkreter. Das Ziel: Autos, die ohne menschlichen Blick auf die Straße fahren können.
Die beiden seriennahen Demos auf der CES 2025 sind weiterentwickelte Konzeptfahrzeuge, die Honda Anfang des vergangenen Jahres vorstellte.
(Bild: Honda)
Honda hat einen festen Stellplatz in unserem automobilen Koordinatensystem. 1967 war die Marke von Soichiro Honda der erste Japaner auf dem deutschen Markt. Modelle wie der Civic CRX, Prelude oder NSX prägten das sportliche Image, der Accord wurde zum Bestseller.
In den vergangenen Jahren aber verschwanden die Hondas von unseren Straßen. In Deutschland beträgt der Marktanteil gerade noch 0,23 Prozent. Auf der CES in Las Vegas setzt Honda den Blinker und geht in den Überholmodus. Zwei neue Modelle, ein Crossover und eine vanartige Limousine sollen ab 2026 das Gesicht des neuen Elektro-Labels Honda 0-Series prägen.
Bis 2030 plant Honda sieben elektrische Modelle (BEV) auf den Markt zu bringen und investiert dafür 60 Milliarden US-Dollar. Inklusive einer neuen Fabrik im kanadischen Alliston/Ontario, in der ab 2028 jährlich 240.000 Autos vom Band laufen sollen. Bis 2040 will Honda dann global zu 100 Prozent nur noch Elektro- und Brennstoffzellenfahrzeuge verkaufen. 2050 soll Honda komplett CO2-neutral sein. Ein Paradigmenwechsel für den derzeit noch größten Motorenbauer der Welt.
Die beiden seriennahen Demos auf der CES sind konsequent weiterentwickelte Konzeptfahrzeuge, die Honda im Jahr 2024 vorstellte. Vor allem die fast fünf Meter lange Van-Limousine, die nur mit feinem Pinselstrich verändert wurde, zeigt wieder diesen Mut, der Honda lange fehlte. Ein futuristisches Design, wie aus der Hand von Altmeister Bertone. Kantig, extravagant und reduziert, nicht wirklich hübsch, aber vielleicht wegweisend.
Vieles an diesem Raumschiff ist für die Zeit des automatisierten Fahrens ausgelegt. Konsequenter Leichtbau, niedrige Produktionskosten und gute Raumnutzung standen ganz oben auf der To-Do-Liste. Über einer extrem flachen Batterie im Untergeschoss ist nach oben viel Platz für beste Unterhaltung im Auto-Modus.
Ungewöhnliches Crossover-SUV
Der zweite Messestar im Bunde ist ein Crossover, der zwischen den Welten kreuzt. Vorne glatt und bündig wie ein moderner Botschafter der elektrischen SUV-Zunft, hinten mit einem mächtigen Rucksack gesegnet, als wolle er Gesteinsproben auf dem Planeten Jupiter einsammeln. Ein Überbleibsel der Space-Hub-Studie. Wer heute mit dem Design fremdelt, findet es morgen vielleicht schon genial. Wer weiß?
Unterm Blech sind beide Stromer identisch und basieren auf der neuen EV-Architektur von Japans Nummer zwei. Höflich, aber bestimmt äußert sich Honda zu technischen Details noch nicht. Es konkretisiert sich aber, dass zwei kompakt gebaute E-Motoren über 300 PS an beide Achsen verteilen. Ein klassischer Lithium-Ionen-Akku mit voraussichtlich 80 kWh soll für etwa 500 Kilometer Reichweite gut sein. Um die Preise möglichst attraktiv zu halten, räumen die Ingenieure ein, dass momentan nur eine 400 Volt-Ladearchitektur vorgesehen ist. Das wäre schon heute kaum mehr State-of-the Art.
Aus Asimo wird Betriebssystem
Punkten will Honda offensichtlich auf dem Gebiet der Software, unterstützt von selbstlernender, künstlicher Intelligenz. Und dafür holen die Japaner Asimo an Bord. Der kultige, humanoide Roboter, der in den Zweitausendern zum Star der Robotik wurde, gibt dem neuen Betriebssystem der 0-Serie seinen Namen: Asimo OS.
Kontinuierlich in Richtung Verhaltenssteuerung weiterentwickelt, hat sich Asimo genau „angeschaut“, was Kollege Mensch so treibt, was er wünscht, wie er sich verhält. Das neue, im Hause entwickelte System soll die Grundlage für automatisiertes Fahren nach Level 3 schaffen. Hierbei übernimmt das Fahrzeug das Steuer, der Fahrer kann sich anderen Dingen widmen. Die KI lernt derweil mit jedem Kilometer Mensch, Maschine und konkrete Fahrsituationen besser einzuschätzen.
Stand: 08.12.2025
Es ist für uns eine Selbstverständlichkeit, dass wir verantwortungsvoll mit Ihren personenbezogenen Daten umgehen. Sofern wir personenbezogene Daten von Ihnen erheben, verarbeiten wir diese unter Beachtung der geltenden Datenschutzvorschriften. Detaillierte Informationen finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.
Einwilligung in die Verwendung von Daten zu Werbezwecken
Ich bin damit einverstanden, dass die Vogel Communications Group GmbH & Co. KG, Max-Planckstr. 7-9, 97082 Würzburg einschließlich aller mit ihr im Sinne der §§ 15 ff. AktG verbundenen Unternehmen (im weiteren: Vogel Communications Group) meine E-Mail-Adresse für die Zusendung von redaktionellen Newslettern nutzt. Auflistungen der jeweils zugehörigen Unternehmen können hier abgerufen werden.
Der Newsletterinhalt erstreckt sich dabei auf Produkte und Dienstleistungen aller zuvor genannten Unternehmen, darunter beispielsweise Fachzeitschriften und Fachbücher, Veranstaltungen und Messen sowie veranstaltungsbezogene Produkte und Dienstleistungen, Print- und Digital-Mediaangebote und Services wie weitere (redaktionelle) Newsletter, Gewinnspiele, Lead-Kampagnen, Marktforschung im Online- und Offline-Bereich, fachspezifische Webportale und E-Learning-Angebote. Wenn auch meine persönliche Telefonnummer erhoben wurde, darf diese für die Unterbreitung von Angeboten der vorgenannten Produkte und Dienstleistungen der vorgenannten Unternehmen und Marktforschung genutzt werden.
Meine Einwilligung umfasst zudem die Verarbeitung meiner E-Mail-Adresse und Telefonnummer für den Datenabgleich zu Marketingzwecken mit ausgewählten Werbepartnern wie z.B. LinkedIN, Google und Meta. Hierfür darf die Vogel Communications Group die genannten Daten gehasht an Werbepartner übermitteln, die diese Daten dann nutzen, um feststellen zu können, ob ich ebenfalls Mitglied auf den besagten Werbepartnerportalen bin. Die Vogel Communications Group nutzt diese Funktion zu Zwecken des Retargeting (Upselling, Crossselling und Kundenbindung), der Generierung von sog. Lookalike Audiences zur Neukundengewinnung und als Ausschlussgrundlage für laufende Werbekampagnen. Weitere Informationen kann ich dem Abschnitt „Datenabgleich zu Marketingzwecken“ in der Datenschutzerklärung entnehmen.
Falls ich im Internet auf Portalen der Vogel Communications Group einschließlich deren mit ihr im Sinne der §§ 15 ff. AktG verbundenen Unternehmen geschützte Inhalte abrufe, muss ich mich mit weiteren Daten für den Zugang zu diesen Inhalten registrieren. Im Gegenzug für diesen gebührenlosen Zugang zu redaktionellen Inhalten dürfen meine Daten im Sinne dieser Einwilligung für die hier genannten Zwecke verwendet werden. Dies gilt nicht für den Datenabgleich zu Marketingzwecken.
Recht auf Widerruf
Mir ist bewusst, dass ich diese Einwilligung jederzeit für die Zukunft widerrufen kann. Durch meinen Widerruf wird die Rechtmäßigkeit der aufgrund meiner Einwilligung bis zum Widerruf erfolgten Verarbeitung nicht berührt. Um meinen Widerruf zu erklären, kann ich als eine Möglichkeit das unter https://contact.vogel.de abrufbare Kontaktformular nutzen. Sofern ich einzelne von mir abonnierte Newsletter nicht mehr erhalten möchte, kann ich darüber hinaus auch den am Ende eines Newsletters eingebundenen Abmeldelink anklicken. Weitere Informationen zu meinem Widerrufsrecht und dessen Ausübung sowie zu den Folgen meines Widerrufs finde ich in der Datenschutzerklärung, Abschnitt Redaktionelle Newsletter.
Schöne neue Welt, der Honda auch mit Hilfe der künftigen Kooperationspartner Nissan und Mitsubishi in Zukunft wieder seinen Stempel aufdrücken möchte. Auf der CES erklärten die Japaner, so gar nicht asiatisch zurückhaltend, dass sie der erste Automobilhersteller werden wollen, der das Fahren ohne jeglichen Augenkontakt zur Straße unter allen erdenklichen Fahrsituationen ermöglichen will.