Sicherheit

Assistenzsysteme erkennen frühzeitig Aquaplaning

| Redakteur: Sven Prawitz

Kameras erkennen ein spezifisches Spritz- und Sprühmuster, das bereits sehr früh als Aquaplaning identifiziert werden kann.
Kameras erkennen ein spezifisches Spritz- und Sprühmuster, das bereits sehr früh als Aquaplaning identifiziert werden kann. (Bild: Continental)

Continental hat neue Assistenzsysteme entwickelt, die den Fahrer vor drohenden Aquaplaning-Risiken warnen. Die Systeme nutzen Bilder der Surround-View-Kameras und Sensor-Signale von Reifeninformationssystemen.

Der Automobilzulieferer Continental entwickelt zur Eindämmung von Aquaplaning-Risiken ein neues Assistenzkonzept. Damit soll der Fahrer Zeit gewinnen, um ein Aufschwimmen der Vorderräder zu verhindern – das System warnt parallel andere Fahrzeuge, damit sie sich auf die kritische Situation einstellen. Das System, welches derzeit entwickelt wird, umfasse alle Bausteine: von den Reifen über Reifensensoren, Kameras, Algorithmen und die Bremsbetätigung bis hin zur Mensch-Maschine-Schnittstelle.

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Ziel ist es, ein potenzielles Aufschwimmen der Vorderräder so früh wie möglich zu erkennen, um den Fahrer rechtzeitig warnen zu können. Mithilfe der Informationen von Surround-View-Kameras und von im Reifen montierten „eTIS-Sensoren“ (Electronic Tire Information System) soll rechtzeitig eine Warnung an den Fahrer ausgelöst werden, die auf bevorstehendes Aquaplaning hinweist. Continental arbeite außerdem an der Steuerung und Stabilisierung des Fahrzeugs bei Aquaplaning, etwa durch eine gezielte Bremsmomentverteilung zur individuellen Abbremsung einzelner Räder der Hinterachse im Rahmen der physikalischen Möglichkeiten.

Über V2X-Kommunikation andere warnen

Das potenzielle Risiko für andere Fahrzeuge auf der Straße lässt sich durch eine frühe Kommunikation über V2X-Technik und E-Horizon verringern. Um Aquaplaning-Situationen zu erkennen, werden Bilder von Surround-View-Kameras ausgewertet, die in den Seitenspiegeln sowie im Kühlergrill und im Heck eingebaut sind. So sei zum Beispiel eine übermäßige Wasserverdrängung in alle Richtungen unter dem Reifen ein charakteristisches Merkmal.

Zusätzlich zu den Kameradaten nutzt Continental auch Informationen von den Reifen selbst, um das Aquaplaning-Risiko zu erkennen. Bei diesem Konzept werden Signale der – in die innere Deckschicht des Reifens eingebauten – etis-Sensoren berechnet. Ein Reifenmodell verarbeitet die eingehende radiale Beschleunigung des Reifens, der in Kontakt mit der Straße ist. Bei nassen Straßen – wenn genug Wasser aus dem Profil herausbefördert wird, um einen sicheren Grip zu gewährleisten – zeige das Signal ein charakteristisches Muster.

Sobald sich im Bereich vor der Reifenaufstandsfläche ein Wasserkeil zu bilden beginnt und sich übermäßig viel Wasser auf der Fahrbahnoberfläche befindet, beginnt das Beschleunigungssignal auf charakteristische Weise zu oszillieren und zeigt so ein Aquaplaning-Risiko frühzeitig an. Da der etis-Sensor auch das Restprofil des Reifens erkennen soll, lässt sich laut Continental anhand dieser Daten eine sichere Geschwindigkeit für einen bestimmten nassen Fahrbahnzustand berechnen und an den Fahrer weiterleiten.

Versuche sollen gezeigt haben, dass die Aquaplaning-Assistenz künftig auch das Potenzial haben wird, in tatsächliche Aquaplaning-Situationen einzugreifen, indem die Hinterradbremsen kontrolliert betätigt werden, um ein gewisses Maß an Bremsmomentverteilung zu erzeugen, und so die Manövrierbarkeit und Stabilität des Fahrzeugs innerhalb der physikalischen Grenzen zu halten.

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