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Elektromobilität

Audi E-Tron: elektrischer Vorreiter

| Autor/ Redakteur: Holger Holzer/SP-X / Jens Scheiner

Audi stellt den E-Tron vor – das erste Elektroauto der Marke. Reichweitensorgen der Kunden will der Hersteller gemeinsam mit anderen OEMs nehmen.

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Nach Tesla, Jaguar und Daimler hat nun auch Audi mit dem E-Tron sein erstes Elektro-SUV vorgestellt.
Nach Tesla, Jaguar und Daimler hat nun auch Audi mit dem E-Tron sein erstes Elektro-SUV vorgestellt.
(Bild: Audi)

Audi ist jetzt auch rein elektrisch unterwegs: Mit dem Elektro-Crossover E-Tron will der Automobilhersteller Kunden mit Sinn für Luxus, Leistung und lokale Emissionsfreiheit locken. Die ersten Autos kommen Ende des Jahres auf die Straße, die Preise starten bei 79.900 Euro. Der E-Tron nimmt nicht allein Teslas Elektro-SUV Model X ins Visier, sondern gleichsam frische Konkurrenten wie den kommenden Mercedes EQC und den bereits erhältlichen Jaguar I-Pace. Preis und technische Daten des E-Auto-Trios liegen dann auch auf bemerkenswert ähnlichem Niveau.

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Der Audi wird von zwei Elektromotoren mit bis zu 300 kW/408 PS Leistung angetrieben, das maximale Drehmoment liegt bei 660 Newtonmetern. Der nötige Strom kommt aus einem 95 kWh großen, flüssiggekühlten Akku im Fahrzeugboden und soll im Mittel für rund 400 Kilometer reichen. Neue Maßstäbe setzt Audi hier zwar nicht, kann aber zumindest das deutlich ältere und rund 15.000 Euro teurere Model X auf Distanz halten.

Unterschiedliche Ladevorgänge

Wichtigstes Thema jenseits der Fahrleistungen bleibt das Tanken. Audi bemüht sich, potenziellen Kunden die Bedenken zu nehmen und baut gemeinsam mit anderen deutschen Herstellern ein europaweites Ultraschnellladenetz auf. An den Säulen kann der E-Tron mit bis zu 150 kW Ladeleistung tanken, der Akku soll dann in rund einer halben Stunde wieder zu 80 Prozent voll sein. Weil das Netz noch sehr lückenhaft ist, werden Kunden in der Realität allerdings zunächst häufiger auf die üblichen CCS-Schnellladesäulen treffen, die zwei bis drei Stunden zum Volltanken benötigen.

Laut Audi werden die meisten Kunden den E-Tron allerdings sowieso in der heimischen Garage an die Wallbox anschließen, wo der Ladevorgang rund achteinhalb Stunden dauert. Ab 2019 soll ein zweiter On-Board-Lader zu haben sein, der die Ladedauer an der Wallbox und an öffentlichen Wechselstrom-Ladesäulen halbiert. Keine sinnvolle Option ist angesichts des großen Akkus das Laden an der einfachen Schuko-Steckdose, wer diese Option wählt, sollte das Auto knapp zwei Tage nicht nutzen wollen.

Der E-Tron ist der erste Serien-Audi mit reinem Elektroantrieb. Technisch basiert er noch nicht auf der gemeinsam mit Porsche entwickelten Premium-Elektro-Plattform, sondern auf dem normalen Modellbaukasten der Marke – sein nächster Verwandter ist das Mittelklasse-SUV Q5. Im kommenden Jahr soll eine coupéhaft geschnittene Sportback-Variante folgen, danach dann weitere Modelle. Bis 2025 sollen zwölf reine Stromer im Portfolio stehen.

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