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Kompakt-Rakete Audi S3 Sportback: Sparsame 300 PS

| Autor / Redakteur: SP-X/hh / Christian Otto

Der Dreikampf in der höchsten Leistungsliga der Kompaktklasse geht in eine neue Runde: Ab Herbst greift Audi mit der Neuauflage des S3 ein und misst sich mit dem BMW M135i und dem Mercedes A 45 AMG. Dafür haben ihm die Ingenieure ein ordentliches Leistungsplus verpasst.

Ab Herbst fordert Audi mit der Neuauflage des S3 die direkten Konkurrenten BMW M135i und Mercedes A 45 AMG heraus.
Ab Herbst fordert Audi mit der Neuauflage des S3 die direkten Konkurrenten BMW M135i und Mercedes A 45 AMG heraus.
(Foto: Audi)

Mit dem S3 Sportback bringt Audi im Herbst das vorläufige Top-Modell seiner A3- Kompakt-Familie auf den Markt. Gegenüber dem Vorgänger steigt die Leistung deutlich, der Verbrauch sinkt allerdings noch stärker. Die Preise des 221 kW/300 PS starken Fünftürers starten bei 39.800 Euro und damit nur knapp über dem Niveau des alten Modells.

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Für den Antrieb sorgt erneut ein 2,0-Liter-Turbobenziner, allerdings aus der neuesten Generation, wie sie auch im Golf GTI eingesetzt wird. Im allradgetriebenen Audi ist der Vierzylinder allerdings mindestens 70 PS stärker als im Wolfsburger Sportmodell und wuchtet ein Drehmoment von 380 Nm auf die Kurbelwelle. Von dort wird die Kraft über eine manuelles Sechsgangschaltung oder ein optionales Doppelkupplungsgetriebe auf Vorder- und Hinterachse verteilt.

Gesunkenes Fahrzeuggewicht

Den Spurt absolviert der stärkste A3 in 5,5 Sekunden, übernimmt die Automatik den Gangwechsel, sind es 5,0 Sekunden. Die Höchstgeschwindigkeit ist in beiden Varianten auf 250 km/h begrenzt. Den Verbrauch gibt der Hersteller mit 7,0 Liter beziehungsweise 6,9 Liter für die Automatikversion an. Gegenüber dem Vorgänger mit 195 kW/265 PS Leistung ist das eine Verbesserung um 1,5 Liter. Verantwortlich dafür ist neben dem neuen Motor auch das gesunkene Fahrzeuggewicht.

Für sichere Kraftübertragung sorgt ein überarbeiteter Allradantrieb, der dank neuer Lamellenkupplung besonders schnell arbeiten soll und zudem leichter ist als bisher. Serienmäßig an Bord sind zudem ein adaptives Sportfahrwerk, eine Progressivlenkung mit variabler Unterstützung und 340 Millimeter große Bremsscheiben. Aus dem Werk rollt der S3 auf 18-Zoll-Rädern.

RS-Variante könnte noch folgen

Äußerlich gibt sich das Top-Modell unter anderem an einem Grill in Alu-Optik, großen Lufteinlässen an der Front und einem Diffusor am Heck. Die Scheinwerfer leuchten mit Xenon-Licht, optional ist Voll-LED-Technik zu haben.

Der S3 tritt ab dem September vor allem gegen BMW M135i (235 kW/320 PS), Mercedes A 45 AMG (360 PS) und gegen seinen für Ende des Jahres erwarteten Konzernbruder VW Golf R (circa 300 PS) an. Die Spitze im A3-Programm wird er aller Voraussicht nach aber nicht für ewig besetzen. Zumindest in der Vorgängergeneration hat Audi zum Ende des Modellzyklusses ein noch stärkeres RS-Modell aufgelegt, damals mit 250 kW/340 PS.

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