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Audi Audi und die Geisteshaltung Leichtbau

| Redakteur: Claus-Peter Köth

„Weniger ist mehr, aber nicht einfacher“, sagt der Vater der Audi-Space-Frame-Bauweise, Heinrich Timm. Wirtschaftlicher Leichtbau mit teureren Werkstoffen sei möglich, es müsse jedoch konsequent das gesamte Fahrzeugkonzept einbezogen werden.

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Heinrich Timm, Technologie Netzwerke der Audi AG: „Ultra bedeutet für Audi den intelligenten, flexiblen Umgang mit verschiedensten Materialien.“
Heinrich Timm, Technologie Netzwerke der Audi AG: „Ultra bedeutet für Audi den intelligenten, flexiblen Umgang mit verschiedensten Materialien.“
(Audi)

Die Leichtbaustrategie bei Audi heißt ultra, es ist die Strategie zur Umkehr der Gewichtsspirale. Ein zentrales Technikfeld sind dabei die Aluminiumkarosserien in der Audi-Space-Frame-Bauweise (ASF). Mit dem ersten A8 von 1994 hat Audi dieses revolutionäre Prinzip und alle Schritte, die zur Produktion notwendig sind, in die Serie gebracht. Seitdem hat Audi über 550.000 Fahrzeuge mit ASF-Karosserie gefertigt. „Die Kunst ist es, den besten Werkstoff für den jeweiligen Funktionsanspruch in kleinstmöglicher Menge am richtigen Platz einzusetzen“, erläutert Heinrich Timm, Leiter Technologie Netzwerke der Audi AG.

Jeder Werkstoff hat seine Bedeutung

Jeder Werkstoff werde deshalb im Leichtbau seine Bedeutung behalten. Aber er brauche auch sein eigenes Konzept, wofür die Natur genügend Vorbilder liefere.

Die Karosserie des aktuellen Audi A8 besteht zu je 35 Prozent aus Aluminium-Vakuumstrukturguss und Aluminiumblech, aus 22 Prozent Aluminium-Extrusionsprofilen sowie aus acht Prozent höchstfesten Stählen.
Die Karosserie des aktuellen Audi A8 besteht zu je 35 Prozent aus Aluminium-Vakuumstrukturguss und Aluminiumblech, aus 22 Prozent Aluminium-Extrusionsprofilen sowie aus acht Prozent höchstfesten Stählen.
(Audi)

Man müsse nur die Augen aufmachen. Die Spaceframe-Bauweise mit Gussteilen und Extrusionsprofilen lehne sich zum Beispiel an den Aufbau eines Weizenhalmes an mit Knoten/Schaft/Knoten/Schaft und die Rippenstrukturen von Gussknoten ähneln sehr denen eines Elefantenschädels.

Aluminium bereits wirtschaftlich bei Volumenfahrzeugen

In der aktuellen Modellpalette von Audi vertreten der A8, der A2 und der R8 das ASF-Prinzip in seiner reinen Form. Die Karosserie des TT entsteht in Hybridbauweise aus Aluminium und Stahl; der A7 Sportback, der neue A6 und der A6 Avant haben Stahlkarosserien mit hohen Aluminiumanteilen. „Aluminium ist das im Augenblick wichtigste Leichtbaumaterial im Fahrzeugbau“, so Timm weiter, denn es kann bei Audi bereits wirtschaftlich bei Volumenfahrzeugen eingesetzt werden. Die Karosserie des aktuellen Audi A8 besteht beispielsweise zu je 35 Prozent aus Aluminium-Vakuumstrukturguss und Aluminiumblech, aus 22 Prozent Aluminium-Extrusionsprofilen sowie aus acht Prozent höchstfesten Stählen.

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