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Elektromobilität Audi und Hyundai kooperieren bei Brennstoffzelle

| Redakteur: Christian Otto

Audi und Hyundai wollen zusammen die Brennstoffzellenentwicklung vorantreiben. Dafür wollen die OEMs Patente tauschen und Bauteile des jeweiligen Partners nutzen. Ziel sind Kosteneinsparungen und ein breiteres Marktangebot.

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Mit dem A7 h-tron zeigte Audi schon seinen Brennstoffzellen-Kompetenz. Die will man nun zusammen mit Hyundai ausbauen.
Mit dem A7 h-tron zeigte Audi schon seinen Brennstoffzellen-Kompetenz. Die will man nun zusammen mit Hyundai ausbauen.
(Bild: Audi)

Audi und die Hyundai wollen zusammen die Entwicklung der Brennstoffzellen-Technologie vorantreiben. Beide Unternehmen beabsichtigen dafür den wechselseitigen Tausch von Patenten und den Zugang zu nicht wettbewerbsrelevanten Bauteilen. Mit der Kooperation wollen die Partner laut eigener Angaben die Großserien-Reife der Brennstoffzelle schneller und effizienter erreichen. Darüber hinaus prüfen Audi und Hyundai eine weitergehende Zusammenarbeit bei der Entwicklung der Technologie.

Peter Mertens, Vorstand Technische Entwicklung der Audi AG, sieht in der Brennstoffzelle die „konsequenteste Form des elektrischen Fahrens“. Deshalb bündle Audi seine Kräfte mit Partnern wie Hyundai auch mit Blick auf die Kosten: „Denn für den Durchbruch dieser nachhaltigen Technologie sind Kooperationen der richtige Weg, um technologischen Vorsprung bei attraktiven Kostenstrukturen zu erreichen“, so Mertens.

Attraktive Technik

Euisun Chung, Vice Chairman der Hyundai Motor Company, bewertet die neue Zusammenarbeit ebenfalls äußerst positiv: „Wir sind zuversichtlich, dass unsere Partnerschaft mit Audi die Vision und die Stärken des Brennstoffzellen-Antriebs erfolgreich unter Beweis stellen wird.”

Hohe Reichweiten und kurze Betankungszeiten sollen Wasserstoff perspektivisch zu einem attraktiven Energieträger für die Elektromobilität machen. Dies gilt gerade für größere Automobile, bei denen die bauartbedingten Gewichtsvorteile des Brennstoffzellenfahrzeugs besonders wirken. Neben weiteren Fortschritten bei der Brennstoffzellen-Technologie sehen die Hersteller auch die regenerative Erzeugung von Wasserstoff und den Infrastruktur-Aufbau als entscheidend für den künftigen Markterfolg dieser Antriebsform.

20 Jahre Brennstoffzellen-Kompetenz bei Audi

Audi entwickelt derzeit die sechste Technologie-Generation der Brennstoffzelle und hat für dieses Innovationsfeld die Entwicklungsverantwortung im Volkswagen-Konzern. Sitz des Brennstoffzellen-Kompetenzzentrums ist der Standort Neckarsulm. Anfang des kommenden Jahrzehnts will der OEM die Brennstoffzelle als erste Kleinserie in sein Portfolio einführen. Geplant ist ein sportlicher SUV. Die Lizenzvereinbarung mit Hyundai zielt laut Unternehmensangaben bereits auf die nächste Entwicklungsstufe und ein breiteres Marktangebot.

Audi beschäftigt sich seit knapp 20 Jahren mit Brennstoffzellen-Konzepten: Als erster Versuchsträger entstand 2004 der kompakte Audi A2H2; 2008 folgte der Audi Q5 HFC. Der Audi A7 Sportback h-tron quattro führte 2014 den Namenszusatz „h-tron“ für Modelle mit Brennstoffzellen-Technologie ein. Zuletzt präsentierte der OEM 2016 die Technikstudie Audi h-tron Quattro Concept.

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