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Studie Autoindustrie: Doppelter Umsatz bis 2030

| Redakteur: Svenja Gelowicz

Die Autoindustrie verdoppelt ihren Umsatz bis 2030, und ein Viertel der Erlöse kommen aus neuen Angeboten wie Mobilitätsservices, autonomes Fahren und E-Mobilität: Das sind nur zwei Ergebnisse einer neuen Studie der Unternehmensberatung McKinsey.

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Die traditionellen Hersteller stellen sich auf die neue Mobilitätswelt ein: 80 Prozent der großen Hersteller haben angekündigt, bis 2025 hochautomatisierte Fahrzeuge zu entwickeln.
Die traditionellen Hersteller stellen sich auf die neue Mobilitätswelt ein: 80 Prozent der großen Hersteller haben angekündigt, bis 2025 hochautomatisierte Fahrzeuge zu entwickeln.
(Bild: Audi )

„The automotive revolution is speeding up“, lautet der Titel einer Studie der Berater McKinsey, für die unterschiedliche Szenarien errechnet sowie Hunderte Experten und Entscheider aus Industrie und Behörden befragt wurden. Was kam dabei heraus? Zum einen: Bis 2030 werden sich die Umsätze der Branche von heute 3,4 Billionen auf 6,6 Billionen US-Dollar fast verdoppeln. Dies entspreche einer jährlichen Steigerung von vier bis fünf Prozent.

Außerdem werden neue Angebote wie Mobilitätsdienstleistungen, autonomes Fahren oder elektrische Antriebe rund ein Viertel des Gesamtumsatzes ausmachen – heute liegt ihr Anteil unter einem Prozent. Traditionelle Einnahmen wie der Fahrzeugverkauf (40 Prozent der Umsätze) oder Service und Wartung (19 Prozent) bleiben dennoch wichtig.

Und: Die Autohersteller bereiten sich auf diese neue Mobilitätswelt vor. 80 Prozent der großen Hersteller haben beispielsweise angekündigt, bis 2025 hochautomatisierte Fahrzeuge zu entwickeln. „Wir werden ein Zusammenspiel von neuen Technologieanbietern mit den bestehenden Autoherstellern und Zulieferern erleben“, sagt Timo Möller, Leiter des „McKinsey Center for Future Mobility“ und Co-Autor der Studie. In vielen Zukunftsfeldern bringe die traditionelle Autoindustrie gute Voraussetzungen mit: So können Hersteller und Mietwagenunternehmen beim Carsharing beispielsweise ihre Kompetenzen aus Flottenmanagement und Service einbringen

Autoindustrie muss offen sein für neue Partnerschaften

Und dieses Zusammenspiel erfordert Kooperationen. Denn ein weiteres Ergebnis der Studie: Kein Autohersteller kann alle benötigten Kernkompetenzen aufbauen und die dafür notwendigen Investitionsmittel in Höhe von mehr als 70 Milliarden US-Dollar allein aufbringen, um auf allen Feldern vorne mitzuspielen. Möller: „Entscheidend für den künftigen Erfolg wird die Kompetenz sein, Partnerschaften zu managen. Es gilt für Autohersteller und Zulieferer, sich auf neue – auch unkonventionelle – Formen der Zusammenarbeit mit Technologieunternehmen und Wettbewerbern einzulassen, ohne das nach wie vor starke traditionelle Geschäft aus Neuwagenverkäufen und Service und Wartung zu vernachlässigen.“

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