Innovations-Studie

Automobilindustrie: Innovation für Wachstum

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F&E: Global oder zentral?

OEMs und Tier1-Lieferanten betreiben ihre Entwicklung traditionell an deutschen, westeuropäischen oder nordamerikanischen Zentralstandorten. Die Gründe dafür und für die entsprechende Lenkung von F&E-Investitionen waren hochspezialisierte Ingenieure, Patentschutzrechte und enge Zusammenarbeit mit den zentralen Entwicklungsabteilungen der Tier1- & 2-Zulieferer oder EDL sowie die Nähe zu tonangebenden Produktionsstandorten. Diese werden Automobilzulieferer und Hersteller künftig noch mehr als ohnehin schon auf China richten. Das Land könnte somit ab den zwanziger Jahren dieses Jahrtausends den größten Teil der Investitionen der globalen Automobilentwicklung bekommen.

Deutschland und die USA dürften trotzdem ihre bisherige Dominanz wahren. Gründe für die Verschiebung der finanziellen Mittel und der damit verbundenen Entwicklungsnetzwerke nach China liegen in der Größe des Marktes, aber auch in der dann vorhandenen Nähe zwischen Produktion und F&E. Jedoch ist der wirklich treibende Faktor der Zugang zu lokalem Know-how.

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Werttreiber F&E-Effizienz

Immer ambitioniertere Entwicklungszeiten fordern viel von allen Partnern. PA hat vier entscheidende Felder für F&E-Effizienz identifiziert, um Innovationsvorhaben zum richtigen Zeitpunkt innerhalb des geplanten Budgets am Markt zu realisieren: Engineeringstrategie, Entwicklungsfähigkeiten, gelebte Detailprozesse sowie Organisation und Kultur.

In der Definition und Umsetzung effektiver Engineeringstrategien wie Plattformentwicklung, Nutzung optimaler Herstelltechnologien und Funktionskostenmanagement setzt die Automobilindustrie weltweit einen Benchmark. Potenziale liegen noch in der Zusammenarbeit funktionsübergreifender Teams, Wissensmanagement und Tool-Unterstützung zur weiteren Verschlankung der F&E-Organisation. Auch Detailprozesse wie Make-or-Buy für F&E sind noch transparenter steuer- und umsetzbar.

Zukunftsagenda Innovation

Es ergeben sich klare Punkte, um echte Innovation und wirkliches Geschäftswachstum zu erzeugen:

1. Nutzung einer Innovationsstrategie als Eckpfeiler für die Wachstumsstrategie, die auf wirkliche „Game-Change“-Innovationen fokussiert; Aufbau von Innovationsnetzwerken, um für gute Ideen schnell mit verschiedenen Perspektiven zu agieren.

2. Ein globales F&E-Netzwerk aufbauen und mit Verständnis für eigene Zielmärkte lokale Talentpools identifizieren und nutzen; die China-Option beachten und selbst bei begrenzten Mitteln die F&E-Globalisierung schrittweise umsetzen.

3. F&E-Effizienz als „Finanzierungsquelle für Wachstum“, um mit verkürzten Entwicklungszeiten den Wettbewerb zu schlagen, und als Hebel, um Rückrufe und Qualitätsprobleme zu verringern; die Schnittstellen zwischen F&E und Supply Chain verbessern sowie Risiko- und Anforderungsmanagement ausbauen.

Den Autor Thomas Brand erreichen Sie hier und die Studie steht Online auf der Seite der PA Consulting Group.

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