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Innovations-Studie Automobilindustrie: Innovation für Wachstum

| Autor / Redakteur: Thomas Brand / Christian Otto

Die Branche hat in den letzten fünf Jahren eine beispiellose Zeit der Entwicklung und Markteinführung von Innovationen durchlaufen. PA Consulting Group (PA) hat die Trends und Erfolgsfaktoren für Wachstum durch Innovationen mit einer Studie hinterfragt.

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Die Relevanz von Forschung und Entwicklung nimmt weiterhin zu. Allerdings sind hier immer noch Potenziale, um die Effizienz zu steigern.
Die Relevanz von Forschung und Entwicklung nimmt weiterhin zu. Allerdings sind hier immer noch Potenziale, um die Effizienz zu steigern.
(Foto: Edag)

Die Entwicklungskosten im Automobilbau sind in den letzten fünf Jahren stark gestiegen. Grund dafür ist das Branchenwachstum vor allem außerhalb der Heimatmärkte. Motor hierfür sind die hohe Risikofreude für innovative Systeme und Technologien sowie die rasante Entwicklung in Emerging Markets – speziell China sowie im Industriemarkt USA.

Die Zunahme an Fahrzeugderivaten, gerade für die Wachstumsmärkte und neue Kundensegmente, basiert auf vielen Innovationen, in den Feldern Connectivity, e-drive und Antrieb sowie autonomes Fahren.

Rückrufe nehmen zu

Jedoch scheinen hohe Innovationsraten ungekannte Rückrufvolumen zu erzeugen. Diese resultieren zunehmend auch aus sich immer schneller wandelnden Konfigurationen neuer Bauteile, Fahrzeugsysteme und sicherheitsrelevanter Funktionen.

Varianten schaffen also nicht nur Differenzierung zum Wettbewerb, sondern auch neue Kosten und Risiken. Effizienz in der F&E ist ein noch nicht voll ausgeschöpftes Potenzial. Daraus ergeben sich drei wesentliche Fragen für die Zukunft:

1. Welche Risikobereitschaft und Vernetzung braucht die Innovationsstrategie?

2. Wo wird global in Innovationskraft investiert, und was heißt das für das F&E-Netzwerk?

3. Was sind die Hebel für F&E-Effizienz, die Qualitätskosten verringern und Entwicklungszeiten verkürzen?

Diese Fragen stehen im Zentrum der neuen Studie von PA namens „Innovation for peak performance“. Sie zeigt Veränderungen in Innovationsstrategien, Globalisierung der F&E-Organisationen und neue Trends bei F&E-Effizienz. Außerdem verweist sie auf Chancen für die Automobilindustrie im Vergleich zu anderen Branchen wie Konsumgüter oder Maschinen- und Anlagenbau.

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Verstärktes Netzwerken

Die Frage „Innovation – wie riskant und mit welchem Aufwand?“ beantwortet jeder Hersteller und Tier1-Lieferant anders. Mit Innovationen in Fahrerassistenzsysteme, aktive und passive Sicherheit, e-drive und Antrieb, Connectivity-Funktionen sowie ständig neuen Fahrzeugkonzepten zeigen viele Zulieferer und Hersteller ihre Fähigkeit, große Innovationen erfolgreich in den Markt zu bringen. Verwunderlich scheint jedoch, dass Innovationen immer noch von der Kreativität der eigenen Entwicklungsmitarbeiter abhängen. Kompensation liefert hier die in der Autobranche geübte gute Integration aller Lieferanten in den Innovationsprozess der OEMs. Die Branche scheint aber noch Potenziale zu haben, das Feedback vom Markt aus Vertrieb und Marketing bis hin zu Social Media noch besser für das Innovationsmanagement zu nutzen.

Zukünftig deutet sich ein radikaler Umschwung in der Zusammenarbeit für die Entwicklung und Vermarktung von Innovation an: Weniger 1:1-Entwicklungspartnerschaften, mehr Netzwerke verschiedener Partner, die komplexere Innovationen in den Markt bringen und sich das Risiko, aber auch die Gewinne teilen. Gute Beispiele sind hier die Allianzen für e-drive-Antriebe. Die Rolle der Entwicklungsdienstleister (EDL) wird sich vom „technischen Entwickler“ hin zum „integrierten Dienstleister mit weitaus breiterer technischer Dienstleistung über die gesamte automobile Wertschöpfungskette“ ändern.

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