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Alternative Antriebe

AVL und Virtual Vehicle forschen gemeinsam

| Redakteur: Jens Scheiner

AVL und Virtual Vehicle haben bereits im Mai dieses Jahres eine Forschungs- und Entwicklungspartnerschaft unterzeichnet. Ziel ist es, die Independent Co-Simulation (ICOS) genannte Technik weiterzuentwickeln und zu vermarkten.

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V.l.n.r.: Prof. Hermann Steffan (Virtual Vehicle/VSI – TU Graz), Dr. Jost Bernasch (Virtual Vehicle), Prof. Helmut List (AVL), Landesrat Dr. Christian Buchmann, Vizerektor Prof. Ulrich Bauer (TU Graz).
V.l.n.r.: Prof. Hermann Steffan (Virtual Vehicle/VSI – TU Graz), Dr. Jost Bernasch (Virtual Vehicle), Prof. Helmut List (AVL), Landesrat Dr. Christian Buchmann, Vizerektor Prof. Ulrich Bauer (TU Graz).
(Foto: Virtual Vehicle)

Virtual Vehicle entwickelt die Technologie in enger Zusammenarbeit mit AVL und anderen Industriepartnern weiter. AVL übernimmt die Industrialisierung und den weltweiten exklusiven Vertrieb im Rahmen der „Integrated Open Development Platform“ (IODP). Mit dieser Plattform setzt AVL den virtuellen Integrationsprozess im Gesamtfahrzeug stufenweise um.

Wie das Unternehmen mitteilte, lässt sich jede Komponente virtuell oder real zu einem virtuell-realen Prototypen zusammenbauen und in jeder Entwicklungsumgebung entlang des gesamten Prozesses testen. Das Ziel des Forschungszentrums ist es, mit wissenschaftlichen und industriellen Partnern Systeme für den Markt zu entwickeln. ICOS wurde beispielsweise bereits bei BMW zur Entwicklung von Assistenzsystemen für automatisiertes Bremsen eingesetzt. Mittlerweile wird das neue Bremssystem von BMW in Serie produziert.

EU-Projekt „epsilon“

Virtuelle Entwicklungshilfe ist ebenfalls im EU-Projekt „epsilon“ ein wichtiges Thema. Mit zahlreichen wissenschaftlichen Partnern wie der TU Graz, der Forschungsgesellschaft Kraftfahrwesen mbH Aachen (FKA), dem Fraunhofer Institut für Verkehrs- und Infrastruktursysteme IVI sowie Industriepartnern wie Autoliv, Axon oder Centro Ricerche Fiat soll eine optimale Architektur von Komponenten wie E-Motor, Hochspannungsbatterie, Leistungselektronik, Motorsteuerung, mechanischer Kraftübertragung und Thermomanagement entstehen.

Im Vordergrund steht ein möglichst ökologisches, sicheres und komfortables Elektro-Auto mit hoher Reichweite. Bis zum Jahr 2025 soll laut Experten der Wertanteil von Elektronik, Elektrik und Software bis zu 65 Prozent der Pkw-Herstellungskosten ausmachen. Das betrifft neben der Steuerung des Antriebsstrangs auch Sicherheitssysteme wie Bremsassistenten und künftig die Systeme und Funktionen von teil- und vollautonomen Fahrzeugen.

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