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Sicherheit

Basel: digital zur verkehrssichersten Stadt

| Autor/ Redakteur: Sofia Salek de Braun* / Sven Prawitz

Die Ursache für Unfallschwerpunkte liegt oft an der Verkehrsführung oder der Infrastruktur selbst. Es gibt Tools, um Unfälle zu erfassen und auszuwerten. Die Stadt Basel will mithilfe solcher Werkzeuge zur verkehrssichersten Stadt der Welt werden.

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Die Stadt Basel will Unfälle digital erfassen und auswerten – und so zur verkehrssichersten Stadt der Welt werden. Im Bild: eine elektronische Unfalltypenkarte.
Die Stadt Basel will Unfälle digital erfassen und auswerten – und so zur verkehrssichersten Stadt der Welt werden. Im Bild: eine elektronische Unfalltypenkarte.
(Bild: PTV Planung Transport Verkehr)

Unfälle im Straßenverkehr entstehen ausschließlich durch menschliches Versagen – so die allgemeine irrige Annahme. Die Realität spricht eine andere Sprache. Häufig sind Unfälle nicht ausschließlich auf einen Fehler der Beteiligten zurückzuführen; vielmehr spielen andere Faktoren und Ursachen eine entscheidende Rolle. Kommt es an einer bestimmten Kreuzung oder einem Streckenkorridor gehäuft zu Unfällen, lohnt ein genauer Blick auf den Unfalltyp – und weitere Umstände. Die Frage lautet etwa: Gibt es möglicherweise Defizite in der Infrastruktur, oder ist an dieser Stelle die Verkehrsregelung unklar?

Franz Schilberg war der erste, der diesen Ansatz systematisch anging. Als Verkehrssicherheitsexperte bei der Unfallforschung der Versicherer im Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft e. V. beschäftigte er sich zeitlebens mit der Aufdeckung von Unfallursachen. Der „Vater der Unfalltypensteckkarte“ erkannte nicht nur die Problematik der Unsicherheiten im Straßenverkehr aus Sicht von Straßenbau und Verkehrstechnik, er definierte vor allem einen Unfalltypenkatalog zur Aufdeckung von Konfliktsituationen und mitwirkenden Umständen der Infrastruktur.