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Wirtschaft Beim Autozulieferer IMS Gear fallen 144 Jobs weg

| Redakteur: Svenja Gelowicz

Der Zahnrad- und Getriebespezialist war im Frühjahr noch von einer deutlich höheren Zahl an Stellen ausgegangen, die wegfallen könnten. Das Unternehmen setzt nun auch auf Mitarbeiter, die freiwillig gehen.

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Die IMS-Gear-Vorstände Bernd Schilling und Wolfgang Weber, Personalleiter Benedikt Lenhart, Personalleiterin Kristin Schäkel und Vorstand Dieter Lebzelter (von links).
Die IMS-Gear-Vorstände Bernd Schilling und Wolfgang Weber, Personalleiter Benedikt Lenhart, Personalleiterin Kristin Schäkel und Vorstand Dieter Lebzelter (von links).
(Bild: IMS Gear)

Der Automobilzulieferer IMS Gear will 144 Arbeitsplätze streichen. Das teilte das Unternehmen am Freitag (28. August) mit. Seit Juni hätten Unternehmensleitung und Betriebsrat verhandelt, heißt es in einer Mitteilung. Im Mai hatte der Zahnrad- und Getriebespezialist noch angekündigt, an den deutschen Standorten betriebsbedingt 350 Stellen streichen zu wollen.

„Das Ziel unserer Verhandlungen war es, unsere Kostenstruktur an die geänderte Marktsituation anzupassen. Es galt, die Personalkosten um 25 Millionen Euro zu reduzieren, was rein rechnerisch einem Abbau von bis zu 350 Stellen entsprochen hätte“, sagte IMS-Gear-Chef Wolfgang Weber.

Man setze nun vor allem darauf, dass Arbeitsverhältnisse einvernehmlich beendet würden. Zudem biete das Unternehmen betroffenen Beschäftigten den Übergang in eine Transfergesellschaft an. Insgesamt soll an den deutschen Standorten so die Zahl von 2.000 Jobs auf künftig etwa 1.700 sinken.

Umsatzeinbruch bei IMS Gear

Die Krise in der Autobranche habe bei IMS Gear zu einem Umsatzeinbruch von 80 Millionen Euro geführt. „Diese Belastung konnten wir mit einem Kostenprogramm jedoch teilweise kompensieren. Was die Umsatzentwicklung für das Jahr 2020 anbelangt, sind wir zunächst vorsichtig optimistisch von einer im Vergleich zum Vorjahr leichten Steigerung von 500 Millionen auf rund 520 Millionen Euro ausgegangen“, so IMS-Gear-Vorstand Dieter Lebzelter. „Dann hat uns die Corona-Pandemie mit voller Wucht getroffen, weshalb wir für das laufende Jahr nicht mit einem leichten Wachstum rechnen können, sondern einen erneuten Umsatzeinbruch mit einem Volumen von circa 90 Millionen Euro verkraften müssen.“

Man müsse daher mindestens 35 Millionen Euro sparen, wovon 25 Millionen Euro auf Personalkosten in Deutschland entfallen würden. Mit den Maßnahmen wolle man ab 2021 wieder moderat wachsen.

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